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Hotel Fürigen in Stansstad: 80 Wohnungen und Restaurant geplant

Seit vielen Jahren steht das Hotel Fürigen leer und lottert seitdem vor sich hin. Nun scheint es aber so, dass sich hoch über dem Vierwaldstättersee etwas tut und das angedachte Projekt realisiert wird.
Thomas Heer
Einen Hotelbetrieb wird es auf diesem Areal in Fürigen nicht mehr geben, dafür entstehen Wohnungen. (Bild: Thomas Heer, 26. Mai 2019)

Einen Hotelbetrieb wird es auf diesem Areal in Fürigen nicht mehr geben, dafür entstehen Wohnungen. (Bild: Thomas Heer, 26. Mai 2019)

Redselig zeigt sich in diesem Fall auf der Gemeinde Stansstad niemand. Es fällt das Wort «Medienstopp». Oder anders formuliert: Gegenüber der Presse gibt es keinerlei Auskünfte, was das Bauprojekt auf dem Areal des stillgelegten Hotels in Fürigen anbelangt. Die Behördenvertreter halten sich demnach an die Vereinbarungen mit der Bauherrschaft. Diese hat den Lead, wenn es darum geht, die Öffentlichkeit über die Baufortschritte zu informieren.

Die Gegensätze vor Ort könnten kaum grösser sein: Zirka einen Kilometer vom ehemaligen, darniederliegenden und heute baufälligen Hotel Fürigen entfernt, entfaltet sich die Pracht des fast nigelnagelneuen für rund 500 Millionen Franken erstellten Bürgenstock-Resorts. Die Zeit dieser augenfälligen Gegensätze soll, geht es nach dem Willen von Roman Wiget, zuständig für die Projektentwicklung auf Fürigen, in absehbarer Zukunft ein Ende finden.

Das Siegerprojekt stammt von Basler Architekten

Wiget arbeitet für die Tellco AG, die ihren Hauptsitz in Schwyz hat. Tellco ist eine Bank, mit dem Fokus auf die Verwaltung von Pensionskassengeldern. Das Unternehmen unterhält aber auch eine Zweigniederlassung in Baar, Wigets Arbeitsort. Von diesem Standort aus bietet die Firma Dienstleistungen im Bereich von Immobilien an. Tellco arbeitet im Zusammenhang des Fürigen-Projekts im Auftrag der VHV Immobilien AG. Denn dieses, in der Stadt Luzern ansässige Unternehmen, kaufte die Liegenschaft im Jahr 2012.

Damit auf Fürigen überhaupt etwas Neues entstehen kann, musste dafür vor zweieinhalb Jahren das gesamte Terrain von einer Kur- in eine Sondernutzungszone umgeteilt werden. Dieser wegweisende Entscheid fiel anlässlich einer Gemeindeversammlung. Mit dem Beschluss des Regierungsrates vom 30. Mai 2017 wurde diese Teilrevision genehmigt.

Nun kann Wiget zu den konkreten Plänen der Bauherrschaft Stellung nehmen. Schriftlich teilt er mit: «Mit der neuen Sondernutzungszone Fürigen konnten die Voraussetzungen für die Durchführung einer Studienplanung (...) geschaffen werden.» Diese bildet die Grundlage für die künftige Bebauung. Gemäss Wiget deckt die Sondernutzungszone einerseits den Bereich Wohnen ab, andererseits aber auch das Segment Gastronomie und Veranstaltungen. Roman Wiget schreibt weiter: «Als Grundlage wurde ein Studienauftrag nach SIA 142/143 durchgeführt.» Dies auf der Grundlage des Masterplans Fürigen und den Bestimmungen der Sondernutzungszone.

Im Sommer 2017 wurden sechs Architekturbüros zur Studienplanung eingeladen. Begleitet wurde das Ganze auch von Behördenmitgliedern des Kantons und der Gemeinde. Vertreter der Grundeigentümer, aber auch externe Fachpersonen, kürten schlussendlich das Siegerprojekt. Dieses stammt vom Basler Büro Buchner Bründler Architekten AG.

Seitdem erarbeitet die Tellco AG in Kooperation mit der Gemeinde Stansstad den Entwurf des Bebauungsplanes. Dieser sieht «voraussichtlich zirka 80 Wohnungen in verschiedenen Grössen» vor, wie Wiget schreibt. An bester Lage des Grundstücks sei auch ein Panoramarestaurant geplant. Zudem werde das Gründerhaus vom Hotel Fürigen erhalten bleiben und entsprechend saniert werden.

Ein früherer Besitzer strich die Segel

Die Pläne, den Hotelbetrieb auf Fürigen zu sistieren oder zumindest mit anderweitigen Geschäftsfeldern zu ergänzen, reichen viele Jahre zurück. Bevor die VHV Immobilien AG das Grundstück übernahm, versuchte der frühere Besitzer, Dirk Jan Post, auf dem Gelände rund 50 Appartements zu erstellen. Im Zentrum der Umnutzung stand das Modell des begleiteten Wohnens. Dafür seien gemäss einem Beobachter-Artikel vom August 2013 die nötigen Bewilligungen vorgelegen. Private Einsprachen sollen das Projekt hingegen zu Fall gebracht haben. «Dass ich nach fünf Jahren Kampf ein bewilligtes Projekt aufgeben musste, war meine grösste Enttäuschung im Leben», wird Post im Bericht zitiert. Er habe, so der einstige Hotelbesitzer weiter, mehrere hunderttausend Franken in die Planung investiert.

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