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Nidwaldner Hotelticket startet verhalten

Zehn Betriebe geben bisher in der Pilotphase das ÖV-Billett für Hotelgäste ab. Nidwalden Tourismus blickte auf 2018 zurück – ein Jahr mit unter anderem rekordhoher Zuwachsrate bei den Logiernächten.
Martin Uebelhart
Präsident Josef Lussi mit den neugewählten Vorstandsmitgliedern Caroline Winter und Petra Liem sowie dem wiedergewählten Vizepräsidenten Peter Wyss (von links). (Bild: Martin Uebelhart (Niederrickenbach, 28. März 2019))

Präsident Josef Lussi mit den neugewählten Vorstandsmitgliedern Caroline Winter und Petra Liem sowie dem wiedergewählten Vizepräsidenten Peter Wyss (von links). (Bild: Martin Uebelhart (Niederrickenbach, 28. März 2019))

Über ein gutes Jahr konnte Josef Lussi, Präsident von Nidwalden Tourismus, an der Generalversammlung berichten. So hat die Zahl der Logiernächte im Vergleich zum Vorjahr um 36,5 Prozent zugenommen – der höchste Zuwachs aller Kantone. Ein guter Teil davon geht auf das Konto des Bürgenstock Resorts, was sich etwa daran zeigt, dass neben mehr Indern und Gästen aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten auch die Logiernächte der Katarer um 1000 Prozent zugenommen haben.

Fabienne Amstutz von der Geschäftsstelle berichtete den 45 stimmberechtigten Vereinsmitgliedern und 35 Gästen im Pilgerhaus Maria-Rickenbach von steigenden Zugriffszahlen auf die Social-Media-Kanäle. Seit Oktober 2018 sei die neue Website aufgeschaltet. Diese solle weiter optimiert werden. Ihre Kollegin Christina Bucher hielt fest, dass von den 1000 Hoteltickets, die der Verein beschafft hat, seit Beginn des Pilotprojekts im Juli 2018 deren 440 von bislang 10 Betrieben gekauft worden seien. Das Ticket kann ab zwei Übernachtungen an Hotelgäste abgegeben werden und ermöglicht an einem Tag freie Fahrt mit Bahn und Bus zwischen Luzern, Seelisberg, Sachseln und Wolfenschiessen. Finanziert wird das Ticket von den Hotels, den Tourismusorganistionen und Nidwalden Tourismus.

Hotels machen freiwillig bei Ticketaktion mit

«Die Idee ist an sich genial», sagt Josef Lussi auf Nachfrage. Bloss die Umsetzung laufe nicht ganz wunschgemäss. «Nidwalden Tourismus kann kein Hotel dazu zwingen, das Ticket anzubieten. Weil nicht alle mitmachen, können wir aber auch keine Werbung machen dafür.» Dass die Nachfrage eher bescheiden sei, habe wohl auch mit der Gästestruktur zu tun, sagt Lussi. «Wer durchreist, bleibt meist nur eine Nacht, wer länger bleibt, bewegt sich vielleicht nicht unbedingt mit dem öffentlichen Verkehr.» Mehr Erfolg wäre dem Ticket wohl bei den Gästen in Ferienwohnungen beschieden, meint er, doch dazu biete Passepartout nicht Hand. Man mache sich auch auf zentralschweizerischer Ebene Gedanken über so ein Angebot. «Doch das wird, wenn überhaupt, erst in zwei, drei Jahren spruchreif.» Nidwalden Tourismus möchte in der laufenden Pilotphase bis Ende Jahr die restlichen Tickets auch noch absetzen. Der Verein überlegt sich, diese Dauer – nicht zuletzt mit Blick auf eine mögliche überkantonale Lösung – je nach dem noch etwas zu verlängern.

Christina Bucher und Fabienne Amstutz blickten auch auf die laufenden Aktivitäten, die ganz im Zeichen des Wanderns stehen. An der «Iheimisch» am Auffahrtswochenende wird der Tourismus einen grossen Auftritt haben und bereits zuvor wird am Tourismusforum auf der Klewenalp der «Nidwalden Guide» präsentiert, eine Imagebroschüre über den Kanton.

Die Generalversammlung wählte Caroline Winter und Petra Liem neu in den Vorstand, der nun neun Mitglieder umfasst. Winter ist Director of Sales beim Bürgenstock Resort, Petra Liem aus Wolfenschiessen führt zusammen mit ihrem Mann die Familien- & Jugendherberge Berghaus in Engelberg. Wiedergewählt wurde Vizepräsident Peter Wyss.

Jost Kayser, Direktionssekretär der Volkswirtschaftsdirektion, betonte, es sei wichtig in der Zentralschweiz im Tourismus zusammenzuarbeiten. Mit Luzern und Engelberg liege Nidwalden zwischen zwei starken touristischen Marken. Davon könne der Kanton profitieren. Kayser zeigte der Versammlung weiter auf, wie seit Inkrafttreten des neuen Tourismusförderungsgesetzes 2017 die finanziellen Mittel zusammenkommen.

Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger dankte den Touristikern für ihre Arbeit, denn «es ist alles andere als selbstverständlich, dass wir so gut dastehen».

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