Humorfestival Stans Lacht wird auf 2021 verschoben

Das Organisationskomitee des Humorfestivals Stans Lacht hat sich dazu entschieden, die diesjährige Austragung zu verschieben. Die meisten Programmpunkte werden ins Jahr 2021 übernommen. Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Florian Pfister
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Ein Bild aus dem letzten Jahr: Albi Christen, künstlerischer Leiter von Stans, begrüsst die Zuschauer der Swiss Comedy Night.

Ein Bild aus dem letzten Jahr: Albi Christen, künstlerischer Leiter von Stans, begrüsst die Zuschauer der Swiss Comedy Night.

Bild: PD, Roberto Conciatori (Stans, 14. September 2019)

Das Stans Lacht Humorfestival 2020 wird auf das nächste Jahr verschoben. Das gibt das Organisationskomitee in einer Medienmitteilung bekannt. Aufgrund der steigenden Fallzahlen, der Verunsicherung in der Bevölkerung und der dadurch ausbleibenden Ticketverkäufe findet das Mitte September angedachte Festival nicht statt. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit für das Jahr 2021.

Das Stans Lacht Humorfestival findet neu vom 15. bis 19. September 2021 statt. Vier der fünf Vorstellungen konnten von diesem Jahr übernommen werden. Die bekannten Programmpunkte bilden Helga Schneider, Rob Spence, die Swiss Comedy Night und Clown-Syndrom. Die Vorstellung von Hazel Brugger konnte nicht ins nächste Festivalprogramm aufgenommen werden, da die Komikerin in der Austragungswoche bereits anderenorts auftritt. Der Vereinsvorstand ist bereits auf der Suche nach einem alternativen Datum und kommuniziert dieses voraussichtlich in den kommenden Tagen auf der Website.

«Wir haben eine Verantwortung zu tragen»

Der Vereinsvorstand hat mit der Verschiebung lange zugewartet. «Die Chance, im September wieder lachen zu können, wollten wir uns nicht voreilig vergeben», erklärt Albi Christen, künstlerischer Leiter von Stans Lacht. «Wir waren immer optimistisch. Daher haben wir uns bezüglich der Durchführung von Stans lacht nicht allzu sehr verunsichern lassen», sagt er.

«Als Veranstalter eines Anlasses in dieser Grösse haben wir eine Verantwortung zu tragen. Wir reden von 558 Personen in einem geschlossenen Raum, Stuhl an Stuhl. Diese Verantwortung müssen wir wahrnehmen», erklärt Geschäftsführer Pirmin Lötscher. «Ebenfalls haben wir gegenüber dem Kanton eine Schadenminderungspflicht, wenn es darum geht, finanzielle Unterstützung für die entstandenen Aufwände zu erhalten.» Mit der Verschiebung kann der finanzielle Schaden möglichst klein gehalten werden.

Die steigenden Corona-Fallzahlen sorgen dafür, dass sich die Ticketverkäufe minimieren. Das hat zur Folge, dass das Festival bei einer Durchführung Verlust zu verkraften hätte, den der Verein nicht stemmen könnte. Die ausverkaufte Vorstellung mit Hazel Brugger wäre zudem nicht mit den nötigen Abständen und Schutzmassnahmen und somit nur mit Erfassung der Personalien möglich. «Damit würde das Publikum nicht wirklich geschützt, sondern lediglich das Contact-Tracing erfüllt», sagt Pirmin Lötscher.

Albi Christen geht von zwei verschiedenen Reaktionen auf den Entscheid aus: «Mit der Verschiebung werden wir wohl einige enttäuschen, die unsere Zuversicht geteilt und bereits Tickets gekauft haben. Andere hingegen werden aufatmen, weil sie lieber kein Risiko eingehen möchten.»

Veranstalter spüren Verunsicherung in der Bevölkerung

Trotz sinkender Verkaufszahlen: Mit der Garantie, dass Tickets ihre Gültigkeit behalten oder im Falle einer Absage zurückerstattet werden, konnte trotz Vorverkaufsstart während des Lockdowns ein erster grosser Teil der Tickets verkauft werden. So hätte das Festival sogar unter verschiedenen Bedingungen stattfinden können. «Seit zwei Wochen aber spüren die Veranstalter die Verunsicherung in der Bevölkerung. Erste Mails gingen ein, Ticketkäufer, Künstler, Partner erkundigten sich nach der Durchführung. Dabei gingen die Meinungen stark auseinander», sagt Pirmin Lötscher.

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