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Bei Herbert und Gertrude Huber geht Liebe definitiv durch den Magen

Der frühere Koch und Hotelier Herbert Huber hat als Autor bereits sein viertes Buch mit dem Titel «Geschichten & Gekochtes» herausgegeben. Dass er auf dem Titelblatt mit seiner Frau Gertrude tanzt, ist keineswegs Zufall.
Romano Cuonz
An der Seite des Gastroexperten und Autors Herbert Huber stand schon immer und steht auch heute seine Frau Gertrude. (Bild: Romano Cuonz (Stansstad, 14. Mai 2018))

An der Seite des Gastroexperten und Autors Herbert Huber stand schon immer und steht auch heute seine Frau Gertrude. (Bild: Romano Cuonz (Stansstad, 14. Mai 2018))

«Hinter jedem grossen Mann steht eine starke Frau», lautet eine alte Spruchweisheit. «Auf meine Frau Gertrude und mich trifft dies haargenau zu», sagt der Stansstader Gastro-Experte, Buchautor und Kolumnist Herbert Huber. Und will man diese Tatsache noch illustrieren, braucht man bloss zu schildern, wie Titel und Cover des neusten Buches entstanden sind. Man sieht darauf das Wirtepaar Huber in jungen Jahren und wie die beiden in perfektem Einklang miteinander tanzen.

«Ich hatte den Haupttitel ‹Geschichte & Gekochtes’ schon gesetzt», erzählt Herbert Huber, «als Gertrude genau dieses Coverbild auswählte und dazu den Untertitel ‹Tanz mit der Gastronomie› setzte.» So sei es während all der 25 Jahre, in denen sie zusammen Gastbetriebe führten, gewesen, meint Herbert Huber. Und er doppelt gar nach: «Ohne Gertrude wäre es nie gegangen, ich war stets der Künstler und Showman, der in der Kochuniform vor die Gäste trat, Gertrude hatte eher unauffällig die Hardware im Griff und all die wichtigen Arbeiten geleistet, die mir nicht so lagen.» Das Ehepaar hat in all den Jahren gemeinsam etwa den «Giessenhof» in Dallenwil oder die Stanser «Linde» geführt und dabei neben Elizabeth Taylor und Fürst Rainier von Monaco auch die holländische Königin Juliane oder mehrere Bundesräte begrüsst und bekocht. Als die beiden sich vom Gastgewerbe verabschiedeten und er sich dem Schreiben widmete, war Gertrude – auch beim weiteren Tanz mit der Gastronomie als Berater und Kolumnist – immer seine erste, mitdenkende und auch wohlwollend kritische Leserin.

Bei «Hacktätschli» nichts am Herd verloren

Es war auch kein Zufall, dass für die 180 Gäste an der Buchvernissage ausgerechnet «Hacktätsch­li» serviert wurden. Für diesen Klassiker, der wieder gross in Mode ist, gibt es Hunderte Rezepte. «Ich schwöre auf jenes meiner Frau Gertrude», schreibt Huber im neuen Buch. Und: «Stehen Hacktätschli auf dem Menüplan, habe ich nichts verloren am gemeinsamen Herd.» Angesprochen auf ihr Erfolgsrezept, kommt die sonst eher bescheiden zurückhaltende Getrude Huber-Zemp, die mit sechs Geschwistern auf einem Bauernhof in Eschholzmatt aufgewachsen ist, ins Erzählen. Wie sie – als doch eher feingliedriges Kind – lieber im Gemüsegarten und in der Küche als draussen auf dem Feld gearbeitet und wie sie der Mutter beim Kochen genau auf die Finger geschaut habe. «Fürs Hacktätschli nehme ich wie sie qualitativ hochstehendes Fleisch von Rind, Kalb und Schwein. Nur so wird es saftig.» Das nötige «Weggli», dem sie die Rinde wegschneide, lege sie im Rahm und ja nicht in der Milch ein. Und dann kommen, mit dem richtigen Augenmass, noch Ei, Weisswein, Rosmarin, Thymian, Senf, Salz und Pfeffer dazu. Schliesslich ein ganz wichtiges Detail: Die Zwiebeln muss man andünsten, damit sie niemals hart sind. Neben dem berühmten «Hacktätschli» gibt es im neuen Buch unter dem Titel «Festliche Fülle in der Hülle» auch noch ein Rezept für ein köstlich krustiges Schweinsfilet im Teig, wie es nur Gertrude Hube mit ihrer fast sprichwörtlichen Präzision und Liebe zu jedem kulinarischen Detail zubereiten kann. Nur schon beim Lesen läuft einem das Wasser im Munde zusammen!

Im Melchtal und in England ausgebildet

Schaut man etwas genauer, wie die Karriere der starken Frau hinter Herbert Huber aussieht, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus: Schon mit 16 Jahren arbeitete die rechnerisch wie sprachlich vielseitig begabte Bauerntochter im «Alpenhof» im Melchtal als Saaltochter. Weil sie das Gastgewerbe mit seinem ganzen Reichtum kennen lernen wollte, gab es in den folgenden Jahren nichts, was sie nicht gemacht hätte: Sie kochte in verschiedenen Häusern, lernte Servieren, machte alle Arbeiten in Büro und Sekretariat. Im renommierten Luzerner Hotel Schiller war sie gar als erste Frau Chef de Reception.

Nicht zu vergessen, dass Gertrude Huber sich im Tessin, in der Westschweiz und in England auch alle nötigen Fremdsprachenkenntnisse erwarb. Als die mit so vielen Talenten ausgestattete Entlebucherin in der Hotelfachschule im Luzerner «Montana» den schillernden Gastronomen und Koch Herbert Huber kennen lernte, war das Glück perfekt. Die beiden – so verschieden sie auch sind – harmonierten und harmonieren im Gastgewerbe und bei den Geschichten, die es rund darum herum gibt, als Dreamteam.

Herbert Huber: «Geschichten & Gekochtes – Tanz mit der Gastronomie». werdverlag.ch. ISBN 978-3-85932-911-9

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