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Im Ennetbürger Hirsacher entstehen 89 Wohnungen

Wo einst Hirse angebaut wurde, werden nun am Fusse des Bürgenberges zwölf Mehrfamilienhäuser gebaut. Das 70-Millionen-Franken-Projekt soll Jung und Alt anlocken.
Kurt Liembd
Hier werden die Mehrfamilienhäuser gebaut. (Bild: Boris Bürgisser (Ennetbürgen, 21. Februar 2019))

Hier werden die Mehrfamilienhäuser gebaut. (Bild: Boris Bürgisser (Ennetbürgen, 21. Februar 2019))

«Wir wollen hier ein Zuhause schaffen, in dem sich alle Generationen wohlfühlen», sagt Kilian Siegwart (56), Bauherr, Investor und Totalunternehmer der neuen Überbauung «Hirsacher» in Ennetbürgen. Hier könne man ein sonniges Leben in jedem Alter führen. Ennetbürger Sonne sei garantiert, sagt Kilian Siegwart über seine Projektvision. Was das Alter und die demografische Entwicklung betrifft, entstehen in einem der zwölf Häuser 17 Mietwohnungen speziell für ältere Personen. «Für junggebliebene Menschen im dritten Lebensabschnitt», wie es Siegwart formuliert.

Konkret bedeutet dies eine neue Wohnform für Senioren, die zwar selbstständig leben und ihren Alltag meistern können, aber gerne individuelle Dienstleistungen von einem nahe gelegenen Alterszentrum beanspruchen möchten. Dies sind zum Beispiel ein Notrufknopf, Wäschedienst, Mahlzeitenservice, Wohnungsreinigung oder Pflegeservice.

«Gesunde Durchmischung» wird angestrebt

Nebst diesem einen Haus mit 17 Alterswohnungen entstehen weitere elf Gebäude auf einer Fläche von total rund 13700 Quadratmetern, teils an Hanglage, teils in der Talebene. Die Wohnungsgrössen reichen von 2,5-Zimmer-Wohnungen bis zu 5,5-Zimmer-Wohnungen. Von den 89 Wohnungen werden 49 als Eigentums- und 40 als Mietwohnungen realisiert. «Es war uns ein Anliegen, eine gesunde Durchmischung zu erreichen», sagt Kilian Siegwart. Die Baukosten betragen rund 70 Millionen.

Verantwortlich für die Planung ist das Architekturbüro Burch und Partner Architekten AG aus Sarnen – das gleiche Büro, welches die Überbauung «Wylpark» in Hergiswil plant, das vor der Realisierung steht. Der Spatenstich Hirsacher in Ennetbürgen erfolgte Mitte Januar. Die Bauzeit beträgt rund zweieinhalb Jahre, sodass die Wohnungen zwischen Mitte bis Ende 2021 bezogen werden können.

Das neue «Generationen-Quartier», wie es von den Verantwortlichen genannt wird, ist verkehrsfrei und mit Grünzone, Freizeitplätzen, Quartiertreffpunkten und Spielplätzen gestaltet. Während der Bauphase musste der bisherige Wanderweg zum/vom Hofurli aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Nach Beendigung des Projektes wird jedoch ein neuer öffentlicher Wanderweg durch die Grünzone des Hirsarcher-Quartiers gebaut, der zum Spazieren und Verweilen einlädt. Besuchern und Nachbarn der riesigen Baustelle ist aufgefallen, dass die ganze Bauparzelle mit einem hohen Bauzaun eingefasst ist. Dazu Kilian Siegwart: «Das ist nicht etwa ein Marketing-Gag, sondern dient einzig der Sicherheit.» Denn diese habe bereits zu Beginn der Bauphase viel zu reden gegeben.

Neuer Verbindungsweg für Fussgänger

Zur Sicherheit gehört auch, dass der Bauherr entlang dem Dorfbach einen neuen Verbindungsweg für Fussgänger und als Schulweg für Kinder gebaut hat, sodass diese nicht mit dem Baustellenverkehr konfrontiert werden.

Hirseanbau hat lange Geschichte

Bereits um das Jahr 1800 wurde der Flurname dieser Hang- und Tallage am Bürgenberg in Ennetbürgen «Hirsacher» genannt. Von «Hirsgarten» war sogar bereits um das Jahr 1500 die Rede. Damals wurde dort Ackerbau betrieben und unter anderem Hirse, das älteste bekannte Getreide, angebaut. Für die neue Überbauung ein gutes Omen, denn heute feiert Hirse ein Comeback als natürliches Schönheitselixier. Wollte ein alter Grieche seine Vitalität stärken, empfahl ihm der Philosoph Pythagoras Hirse. (KL)

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