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Nidwaldner Regierung möchte weniger Kollegi-Eintritte

Die Bildungsdirektion überprüft, ob es Anpassungen bei den Aufnahmebedingungen in die Mittelschule braucht, da die Übertrittsquote stetig steigt. Der Regierungsrat entscheidet aufgrund einer Analyse gegen Ende Jahr über allfällige Massnahmen.
Martin Uebelhart
Über ein Viertel der Sechstklässler treten ins Gymi über. Im Bild das Kollegium St. Fidelis in Stans. (Bild: Corinne Glanzmann (23. Januar 2018))

Über ein Viertel der Sechstklässler treten ins Gymi über. Im Bild das Kollegium St. Fidelis in Stans. (Bild: Corinne Glanzmann (23. Januar 2018))

27 Prozent der Sechstklässler traten dieses Jahr ins Gymnasium über. Diese Quote sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen, schreibt die Bildungsdirektion in der jüngsten Ausgabe des Nidwaldner Schulblatts. 2006/2007 hatte die Quote laut Auskunft der Direktion noch gut 18 Prozent betragen, 2014/2015 etwas mehr als 21 Prozent.

Diese steigende Tendenz ist laut Schulblatt aus Sicht des Nidwaldner Regierungsrates nicht wünschbar. «Wir haben eine gewisse Vorstellung, wie die Verteilung zwischen gymnasialer Ausbildung und Berufsbildung aussehen sollte», sagt Andreas Gwerder, Direktionssekretär der Bildungsdirektion, auf Anfrage. Wünschenswert sei eine Übertrittsquote ans Gymi, die nicht zu wesentlich über 20 Prozent liege, hält er weiter fest. Man lege nach wie vor grossen Wert auf die Berufslehre und es brauche auch in diesem Bereich gute Köpfe. Das duale System gewährleiste überdies eine hohe Durchlässigkeit und führe auch nach einer Berufslehre ganz regulär zu höheren Ausbildungen.

Bildungsdirektion macht vertiefte Abklärungen

Hinter dem Wachstum der Übertrittsquote ans Gymi stehe unter anderem der Druck von Seiten der Eltern, so Andreas Gwerder. Bei der Quote gebe es zudem grosse Unterschiede von Jahr zu Jahr und von Gemeinde zu Gemeinde, die nicht vollständig erklärbar seien.

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Vor dem Sommer habe die Bildungsdirektion im Rahmen der Klausur des Regierungsrates den Auftrag erhalten, vertiefte Abklärungen vorzunehmen. «Wir stecken zur Zeit mitten in dieser Analyse und tragen die Daten zusammen», sagt Andreas Gwerder. Im November würden die Resultate der Regierung unterbreitet. «Sie entscheidet dann, ob Übertrittsverfahren allenfalls geändert werden sollen.»

Das Nidwaldner Gewerbe ist auf junge Leute angewiesen, die nach der obligatorischen Schulzeit eine Berufslehre antreten und so genügend Nachwuchs bei den Berufsfachleuten sicherstellen. «Die Übertrittsquote an die Mittelschule macht uns da eher weniger Sorgen», sagt Edi Engelberger, Präsident des Nidwaldner Gewerbeverbandes, auf Anfrage.

Das deutlich grössere Problem seien die geburtenschwachen Jahrgänge, die nun die Schule abschlössen. «Weil massiv weniger junge Leute aus der Schule kommen, können die Unternehmen aktuell nicht mehr alle Lehrstellen besetzen», weiss Engelberger. Natürlich zeigten der Verband und die Firmen auch die Möglichkeiten auf, die sich mit einer Berufslehre eröffneten. «Wichtig ist, dass alle am richtigen Ort sind», findet Edi Engelberger.

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