Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

In Kerns feiern sie 25 Jahre Geselligkeit

Seit einem Vierteljahrhundert treffen sich die Kernser Pensionäre am Mittagstisch der Pro Senectute. Zum Jubiläum gab es Blumen.
David von Moos
Franz Enderli, Stiftungspräsident der Pro Senectute OW, überreicht Ortsvertreterin Maria von Rotz (Mitte) und Elisabeth Waldvogel als Dank für ihren Einsatz zugunsten des Kernser Mittagstischs Blumen. (Bild: David von Moos, Kerns, 10. Oktober 2019)

Franz Enderli, Stiftungspräsident der Pro Senectute OW, überreicht Ortsvertreterin Maria von Rotz (Mitte) und Elisabeth Waldvogel als Dank für ihren Einsatz zugunsten des Kernser Mittagstischs Blumen. (Bild: David von Moos, Kerns, 10. Oktober 2019)

Donnerstagmittag im Saal des Gasthauses Rössli in Kerns: Stimmengewirr füllt den Raum, Gläser klirren beim Anstossen und der Duft von Schinkli hängt in der Luft. Rund 25 ältere Frauen und Männer aus dem Dorf sind zum gemeinsamen Mittagessen zusammengekommen. Immer einmal im Monat trifft sich die ältere Generation von Kernserinnen und Kernsern im Rössli zum Mittagstisch der Pro Senectute – und das seit 1994.

Zum 25-Jahr-Jubiläum kommt das Treffen am vergangenen Donnerstag etwas festlicher daher. Die Tische sind herbstlich dekoriert, es spielt das kurzerhand aus der Taufe gehobene «Pro-Senectute-Stubenorchester» auf. Beim Lied «Is Mueters Stübli» singen die ersten mit. Nach und nach werden es mehr.

Elisabeth Waldvogel (84) ist eine der Initiantinnen hinter dem Kernser Mittagstisch der Pro Senectute. Sie erinnert sich: «Als Ortsvertreterin in Kerns war ich zuerst gespannt, ob das Angebot ankommt und genutzt wird. Der Anlass war dann schon von Beginn weg gefragt.» Im Durchschnitt würden zwischen 25 und 50 Senioren den Mittagstisch der Pro Senectute besuchen. «Es ist eine schöne Sache», so Waldvogel.

Beliebt ist nicht nur die preiswerte Mahlzeit – oft bleibt ein Teil der Gäste nach dem Dessert noch länger sitzen. «Gemeinsam essen, soziale Kontakte pflegen, miteinander einen Jass klopfen, das ist heute wie vor 25 Jahren wichtig», betont Claudia Dillier von Pro Senectute Obwalden.

Organisiert wird der Mittagstisch in Kerns derzeit von Maria von Rotz. Die 84-Jährige würde sich freuen, wenn ihr dabei jemand helfen würde, doch eine zweite Ortsvertreterin zu finden, sei nicht so einfach. «Viele Leute – auch in unserem Alter – lassen sich nur ungern binden. Und manche pflegen im Ruhestand einen äusserst aktiven Lebensstil», fasst von Rotz die Schwierigkeiten auf der Suche nach einer Co-Organisatorin zusammen.

«Es ist einfach schön hier»

Für ihren Einsatz zu Gunsten des Gemeinwohls wird Maria von Rotz sowie ihre Vorgängerin Elisabeth Waldvogel von alt Regierungsrat und Pro Senectute-Stiftungsratspräsident Franz Enderli mit einem Blumenstrauss geehrt. In seiner Ansprache betont er die Wichtigkeit des sozialen Engagements: «Früher stand bei der Pro Senectute die Altersarmut im Zentrum, heute sind es Angebote wie der Mittagstisch.» Gerade im Alter sei es wichtig, neu gewonnene Freiheiten zu geniessen, zusammen Zeit zu verbringen und ungezwungen etwas miteinander zu unternehmen. Just das schätzen Helen Ettlin und Hedy Müller auch. «Wir kommen immer gerne wieder, es ist einfach schön hier», so die beiden Kernserinnen.

Mittagstische gibt es ausser in Lungern in allen Obwaldner Gemeinden. Mehr Informationen finden Sie hier

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.