In Kreiseln ist es für Velos gefährlich

Nidwalden schliesst sich der nationalen Kampagne «Fahr sichtbar» an. Diese soll mithelfen, die Zahl der Unfälle von Velofahrern in Kreiseln zu senken.

Philipp Unterschütz
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In der Mitte fahren, um besser gesehen zu werden: Mit solchen Plakaten soll die Sicherheit für Velofahrer in Kreiseln verbessert werden. (Bild: PD)

In der Mitte fahren, um besser gesehen zu werden: Mit solchen Plakaten soll die Sicherheit für Velofahrer in Kreiseln verbessert werden. (Bild: PD)

In Kreiseln ist die Unfallgefahr für Velofahrer besonders gross. Viele Velofahrer befürchten auch, übersehen zu werden. Zwar ist die Tendenz im Kanton Nidwalden rückläufig, doch 2017 passierten immer noch vier Unfälle in Kreiseln mit Beteiligung von Velofahrern (2015 acht Unfälle, 2016 sechs). Insgesamt reduzierte sich die Zahl der Unfälle mit Velofahrern von 36 (2015) auf 19 im Jahr 2017. «Die Schulungen der Polizei für Kinder und Kampagnen haben diesbezüglich sicher einen günstigen Einfluss», meint Stephanie von Samson, Vorsteherin des kantonalen Amts für Mobilität.

Nidwalden schliesst sich nun der nationalen Kampagne «Fahr sichtbar» an. Diese wurde vom VCS Verkehrs-Club der Schweiz und Pro Velo lanciert. Sie will die Sichtbarkeit von Velofahrerinnen und Velofahrern am Tag erhöhen und richtet sich an Velo- und Autofahrer zugleich. Konkret wird mit der Kampagne dazu aufgerufen, im Kreisel in der Fahrbahnmitte zu fahren, um von den Autofahrern besser gesehen zu werden.

In Nidwalden wird in Absprache mit der Kantonspolizei mit Plakaten darauf aufmerksam gemacht, dass Velofahrerinnen und Velofahrer auf Kreiseln in der Mitte fahren sollen und vom Gebot des Rechtsfahrens abweichen können. Finanziert wird die Kampagne vom Schweizerischen Fonds für Verkehrssicherheit. «Es ist eine gute Gelegenheit für Nidwalden, sich hier anzuhängen. So müssen wir die Kampagne nicht selber stemmen», erklärt Stephanie von Samson. Die Plakate in Nidwalden werden Ende September aufgehängt.