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In Nidwalden könnte es bald mit dem Rufbus ins Gemeinschaftsbüro gehen

Wie sieht die Zukunft der Mobilität in unserer Region aus? Vertreter von Behörden und Unternehmen fanden im Projekt Regiomove zahlreiche mögliche Antworten. Drei Ideen wurden favorisiert.
Franziska Herger
Pendlerströme könnten durch ein Gemeinschaftsbüro in der Region verhindert werden. (Symbolbild: Manuela Jans)

Pendlerströme könnten durch ein Gemeinschaftsbüro in der Region verhindert werden. (Symbolbild: Manuela Jans)

Ein Bus auf Abruf bis zur Haustür im Nidwaldner Talboden und einen Coworking Space, also ein Gemeinschaftsbüro, in der Gemeinde oder Region: Das sind zwei von drei Ideen zur modernen Mobilität, die aus dem Projekt Regiomove hervorgingen, an dem Nidwalden als eine von schweizweit sechs Pilotregionen teilnahm (wir berichteten). Regiomove wird durchgeführt vom Büro für Mobilität in Bern und finanziell unterstützt durch den Förderfonds der Migros-Gruppe.

35 Personen aus Regierung, Landrat, Kommissionen, Gemeinden und lokalen Unternehmen diskutierten in Stans Massnahmen, um moderne Mobilität in der Region zu verankern. Zu den Teilnehmern gehörten etwa Gemeinderäte aus Stans, Stansstad, Ennetbürgen, Ennetmoos, Oberdorf und Wolfenschiessen, Vertreter von VCS und TCS, sieben Landräte sowie Vertreter verschiedener Verkehrsunternehmen von den Zentralbahnen bis zur Stanserhornbahn.

Als drittes, eher strategisches Ziel einigten sich die Teilnehmer auf die Schaffung von «Testumgebungen», also auf das Testen verschiedener Mobilitätsprojekte, wobei auch Scheitern erlaubt sein soll. «Wir sind im Kanton Nidwalden in der glücklichen finanziellen Lage, ausprobieren zu können. Das geht nicht überall», sagte Baudirektor Josef Niederberger, der selber am Projekt teilnahm, in seiner Ansprache.

Arbeiten wo man wohnt und dadurch weniger pendeln

Doch zurück zu den favorisierten Plänen, die schon etwas konkreter ausfallen: Mit dem Projekt Bus auf Abruf, den das Amt für Mobilität bereits erarbeitet, sollen teils gering ausgelastete Postautokurse vermieden werden können. Bei einem Coworking Space teilen Menschen aus der Region Büroräumlichkeiten, da für viele Laptop und Internetanschluss als Arbeitsgrundlage ausreichen. Dadurch kann in der eigenen Gemeinde oder Region gearbeitet werden, was Pendlerströme verringert.

Zu diesen Favoriten gelangten die Teilnehmer mittels eines Ausschlussverfahrens verschiedener Ideen, die beispielsweise nach Umsetzbarkeit, Resonanz in der Bevölkerung und Finanzierbarkeit bewertet wurden. So blieb etwa die Idee, mit den Schulen flexible Schulanfangszeiten zu erarbeiten, um Stosszeiten im ÖV zu verhindern, in der Schlussabstimmung auf der Strecke.

Der Kanton will eine Mobilitätsstrategie erstellen

Als nächstes werden die Projektverantwortlichen von Regiomove nun einen sogenannten «Fahrplan» zu den drei favorisierten Ideen ausarbeiten, der zusätzliche Informationen und Umsetzungshinweise enthalten soll, auch zur Kostenseite. Denn davon sei schlussendlich die Umsetzung abhängig, sagte Stephanie von Samson, Leiterin des Amts für Mobilität, am Rande der Veranstaltung. «Gerade Coworking ist zudem auch ein raumplanerisches Thema.» Ziel der Veranstaltung sei es, Mobilitätsverantwortliche abzuholen und für neue Entwicklungen zu sensibilisieren.

Man werde die Ideen des Projekts auch in das Agglomerationsprogramm und eine noch zu erarbeitende Mobilitätsstrategie aufnehmen.

Josef Niederberger appellierte zum Schluss ebenfalls daran, die Projektresultate in die Tätigkeitsbereiche der Teilnehmer einfliessen zu lassen, seien es Nutzungspläne oder Unternehmensstrategien.

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