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In Oberdorf gebastelte Flieger steigen schon bald in den Himmel

Der Ferienpass gab den Anstoss für einen Kurs der Modellfluggruppe Nidwalden. An diesem entstehen wahre Kunstwerke.
Ruedi Wechsler
Unter Anleitung der Modellfluggruppe Nidwalden entstehen wahre Kunstwerke. Hier überlegt Marvel Hildebrand mit Vater Holger den nächsten Arbeitsschritt (Bild: Ruedi Wechsler (Oberdorf, 17. November 2018))

Unter Anleitung der Modellfluggruppe Nidwalden entstehen wahre Kunstwerke. Hier überlegt Marvel Hildebrand mit Vater Holger den nächsten Arbeitsschritt (Bild: Ruedi Wechsler (Oberdorf, 17. November 2018))

Am vierten Basteltag des Schülerbaukurses im Werkraum des Schulhauses Oberdorf wird verleimt, geschliffen und bereits der Schutzanstrich aufgetragen. Auslöser dieses Kurses war der Ferienpass, erzählt Jürg Fellmann. Der Sozialpädagoge und Kassier der Modellfluggruppe Nidwalden leitet dieses Jahr insgesamt drei Kurse, und es werden rund 40 Modellflugzeuge angefertigt. «Mit diesem Angebot möchten wir die Schüler zum Basteln animieren. Die Teilnehmer sind sehr motiviert und das Handy rückt in dieser Zeit total in den Hintergrund», stellt Jürg Fellmann erstaunt fest. Fünf Primarschüler trafen sich am vergangenen Samstag dazu.

Jetzt baut der Sohn, nicht der Vater

Beeindruckend ist, dass die Schüler von ihren Vätern begleitet und unterstützt werden. Nicht der Papi baut den Flieger, sondern der Sohnemann. Die unzähligen Teile bestehen aus schnellwüchsigem und immergrünem Balsaholz. Die zehn grossen Teile sind vorgestanzt, damit sie einfacher verarbeitet werden können. Nach einem fünften Basteltag ist der herbeigesehnte «Jungfernflug» eingeplant. Auf einem Hügel oder auf dem Flugplatz zeigt sich, ob die Flugzeugteile wunschgemäss platziert worden sind.

Teilnehmer Tim Mathis ist via Flyer der Schule Oberdorf auf diesen Kurs gestossen. Ihm gefällt speziell das Zusammenbauen der vielen Einzelteile. «Die grösste Schwierigkeit ist der Zusammenbau des Rumpfs und das Kleben der diversen Platten», meint der begeisterte Bastler. Tim freut sich schon jetzt auf das Fliegen. Jan Philipp Siebert – er stammt aus Nordrheinwestfalen und ist erst seit drei Monaten in der Schweiz – hat sich via Infoabend angemeldet. Auch für Jan Philipp ist das exakte Verleimen der Einzelteile die grösste Herausforderung.

Genaues Arbeiten als grosse Herausforderung

Kursteilnehmer Marvel Hildebrand wird von seinem Vater Holger begleitet und er bastelt gerne Gegenstände, die man praktisch anwenden kann. Der Sechstklässler freut sich auf selbst gebastelte und nicht gekaufte Objekte. So malt Marvel gerne Tassen und Bilder mit den jeweiligen Farben der aktuellen Jahreszeit. «Das Schleifen des Rumpfs ist für mich die grösste Herausforderung. Dieser muss dynamisch sein und duldet keine Unebenheiten», erklärt er schon sehr abgeklärt.

Der ehemalige Präsident der Modellfluggruppe Nidwalden, Koni Oetiker, will den Jugendlichen die Begeisterung für den Modellflug näher bringen. Wichtig ist ihm das Handwerk und nicht der Kauf von billigen Endprodukten.

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