Armee
Innerschweizer Bataillon markiert Präsenz im Tessin

Das Gebirgsinfanteriebataillon 29 hat sein Feldzeichen abgegeben. Die Zeremonie fand in Locarno statt.

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Fahnenabgabe auf der Piazza Grande in Locarno.

Fahnenabgabe auf der Piazza Grande in Locarno.

Bild: PD

Zu Beginn jedes militärischen Wiederholungskurses wird die Bataillonsfahne, das Feldzeichen des Verbandes, übernommen. Am Ende der Dienstleistung gibt der Verband seine Fahne in einer Zeremonie wieder zurück. Für das Geb Inf Bat 29 war die diesjährige Fahnenabgabe aber etwas ganz Besonderes. Zur rassigen Marschmusik des Militärspiels liefen die fünf Kompanien auf der Piazza Grande im Herzen von Locarno auf. Damit markierte das Bataillon laut einer Medienmitteilung in demselben Kanton Präsenz, in welchem es während des Zweiten Weltkriegs Assistenzdienst leistete. «Das 29 ist nicht irgendein Bataillon, das auftaucht und plötzlich wieder aufgelöst wird», so Bataillonskommandant Oberstleutnant im Generalstab Nicolas Disch. Tatsächlich ist das Innerschweizer Bataillon eines der am längsten durchgehend bestehenden Infanteriebataillone der Schweiz. In dem Verband dienen traditionell die Infanteristen der Kantone Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden.

Dank und Anerkennung

Die Fahnenzeremonie ist einerseits der Anlass für den Bataillons- sowie den Divisionskommandanten, der Truppe den Dank für ihre Leistungsbereitschaft auszusprechen. Andererseits ist die Zeremonie aber auch eine Gelegenheit, die Verbindung und gegenseitige Wertschätzung zwischen Armee und zivilen Behörden zu demonstrieren. Als Erster ergriff dementsprechend der Tessiner Regierungsrat Norman Gobbi das Wort und hielt fest: «Sie, die Armee, sind die einzige Sicherheitsreserve der Schweiz.» Daher sei diese Reserve für dieses Land so unerlässlich. Der Kommandant der Territorialdivision 3, Divisionär Lucas Caduff, bedankte sich bei der Truppe ebenfalls für den geleisteten Dienst, insbesondere bei Oberstleutnant im Generalstab Nicolas Disch, der das Kommando über das Bataillon nach drei Jahren an Major im Generalstab Patrick Hofstetter weitergibt.

Erneut sehr erfolgreiche 29er

Nachdem das Geb Inf Bat 29 am World Economic Forum 2020 bereits hervorragende Arbeit geleistet hatte, fand der Bataillonskommandant auch dieses Jahr lobende Worte für seine Truppe. Insbesondere schätzte er die Kameradschaft und die Leistungsbereitschaft in seinem Verband sehr hoch ein. «Es herrscht ein besonderer Geist in diesem Bataillon», wie er sagte. Auch der Vorgesetzte des Bataillonskommandanten selbst, Divisionär Lucas Caduff, zeigte sich überzeugt, dass er bei einem Ernstfall auf die 29er zählen könne. Zurecht mit einem gewissen Stolz marschierten die Soldaten und Kader des Geb Inf Bat 29 nach rund einer Stunde stehendem Ausharren in Formation wieder von der Piazza Grande ab. (pd/mu)

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