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Bodenständigkeit statt Ramba-Zamba am Innerschweizer Schwingfest 2021

Das Innerschweizer Schwing- und Älplerfest 2021 findet auf dem Flughafen Buochs statt – zwei Sektionen übernehmen gemeinsam die Organisation.
Philipp Unterschütz
Reto Blättler (Schwingersektion Hergiswil), Peter Keller und Marco Zimmermann (Schwingersektion Beckenried) auf dem Flugplatz.Bild: Philipp Unterschütz (Buochs, 2. Oktober 2019)

Reto Blättler (Schwingersektion Hergiswil), Peter Keller und Marco Zimmermann (Schwingersektion Beckenried) auf dem Flugplatz.Bild: Philipp Unterschütz (Buochs, 2. Oktober 2019)

Rund 10000 Personen werden in der Arena dabei sein, wenn am 4. Juli 2021 auf dem Flugplatz Buochs die Schwinger ihre Kämpfe austragen. Am 115. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest (ISAF) werden sich rund 200 Schwinger und 50 Steinstösser messen. Die meisten der Bösen kommen natürlich aus der Zentralschweiz, man werde aber auch attraktive Gäste aus der übrigen Schweiz präsentieren, versprach der OK-Präsident, der Hergiswiler Nationalrat Peter Keller, am Mittwoch bei der ersten Vorstellung des Grossanlasses auf dem künftigen Festgelände auf dem Flugplatz.

«Der Schwingsport und sein positiver Geist stehen für das OK im Zentrum», sagte Peter Keller und meinte, dass es im Schwingsport kein Hooligan­gesetz brauche. «Wir wollen bei den Wurzeln Fairness, Bodenständigkeit und Kampf bleiben und kein Ramba-Zamba veranstalten.» Obwohl das ISAF erst in rund 640 Tagen stattfinden wird, hat das ehrenamtliche tätige OK bereits die Arbeit aufgenommen. Vor den Medien wurde am Mittwoch auch die Gründungsurkunde des Trägervereins unterschrieben.

Reto Blättler (Präsident Schwingersektion Hergiswil), Peter Keller (OK-Präsident und Nationalrat NW) und Marco Zimmermann (Präsident Schwingersektion Beckenried) (von links) bei der Unterschrift der Gründungsurkunde des Trägervereins. (Bild: Philipp Unterschütz, Buochs, 2. Oktober 2019)

Reto Blättler (Präsident Schwingersektion Hergiswil), Peter Keller (OK-Präsident und Nationalrat NW) und Marco Zimmermann (Präsident Schwingersektion Beckenried) (von links) bei der Unterschrift der Gründungsurkunde des Trägervereins. (Bild: Philipp Unterschütz, Buochs, 2. Oktober 2019)

Zwei Schwingersektionen organisieren zusammen

Es ist nämlich ein Novum, dass die Organisation des ISAF 2021 von zwei Nidwaldner Schwingersektionen gemeinsam getragen wird, deren Präsidenten auch als Vizepräsidenten des OK amten. Die Schwingersektionen von Hergiswil (feiert 2020 das 75-Jahr-Jubiläum) und von Beckenried (75-Jahr-Jubiläum im Jahr 2021) können dabei auf die Erfahrungen zurückgreifen, die sie bei der Organisation früherer Schwingfeste gewonnen haben. Marco Zimmermann, Präsident der Schwingersektion Beckenried, betonte, dass es auch Skeptiker gab. «Die Zusammenarbeit ist ein Glücksfall. Den Grossanlass allein zu organisieren, wäre für uns eine Nummer zu gross gewesen.» Und der Hergiswiler Sektionspräsident Reto Blättler betonte die Vorteile durch die Nutzung von Synergien. «Das Zusammenspiel zwischen den beiden Schwingersektionen funktioniert hervorragend.»

Bereits gestaltet worden ist von Sandro Blättler, der im OK für die Werbung zuständig ist, auch ein modernes, gelungenes Logo für das Fest. «Wir haben mit einem abstrakten Logo bewusst eine etwas andere Darstellungsform gewählt», erklärte ISAF-Kommunikationschef Peter Bircher. Aus Punkten ergibt sich ein Kreis, der sowohl den Sägemehlring symbolisieren kann als auch die Fans, die sich in der Arena versammeln. Über dem Schriftzug kämpfen zwei stilisierte Schwinger und man kann im Logo auch eine Art «Smiley» erkennen. «Das passt doch zur Herzlichkeit und Freude, mit der wie unsere Besucher und Athleten willkommen heissen», freute sich Peter Keller.

Das genaue Budget für den Anlass steht noch nicht fest. Die Offerte für die Arena, die einen massgeblichen Teil der Kosten ausmacht, werde erst in diesen Tagen behandelt. «Es wird aber über einer Million Franken liegen», sagte Peter Keller.

Dank neuer Fadenbrücke ist Erschliessung gesichert

Grund zur Freude gibt auch der Veranstaltungsort. «Es gibt in Nidwalden nur wenig Örtlichkeiten, die sich für die Durchführung eines solchen Festes eignen», erklärte Ok-Präsident Keller. «Der Flugplatz ist der optimale Standort.» Entscheidend sei beispielsweise die gute Erreichbarkeit. Bis die künftige Erschliessung des Flugplatzes feststand, war der Standort allerdings in der Schwebe. Die logistischen Transporte, die für den Grossanlass nötig sind, dürfen den Flugbetrieb nicht behindern. Es konnte also nicht über die Seite Herdern geplant werden. Nachdem nun aber klar ist, dass ab Ende 2020 die neue Fadenbrücke zur Verfügung stehen wird, steht dem Fest nichts mehr im Weg. «Es gibt natürlich auch verschiedene Interessen rund um den Flugplatz, die im Einklang sein müssen», so Keller. Eine gute Zusammenarbeit mit der Airport Buochs AG, den Pilatus-Flugzeugwerken, Kanton, Gemeinde, Genossenkorporation Buochs, den Pächtern und natürlich auch den Anwohnern sei deshalb sehr wichtig.

OK Präsident Peter Keller (Mitte) erklärt OK und Medienvertretern die Lage des Festgeländes. (Bild: Philipp Unterschütz, Buochs, 2. Oktober 2019)

OK Präsident Peter Keller (Mitte) erklärt OK und Medienvertretern die Lage des Festgeländes. (Bild: Philipp Unterschütz, Buochs, 2. Oktober 2019)

Das Logo und weitere Infos finden Sie unter www.isaf2021.ch

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