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Innovative Buochser Jodler vermitteln Heimatgefühle

Mit einem bunten Strauss von Liedern und Naturjuiz begeisterte der Jodlerklub Heimelig an seinem Jahreskonzert. Bereichert wurde das Programm von Kleinformationen sowie dem Gastklub Flüehblüemli Kiental.
Rosmarie Berlinger
Auch ein Quintett vom Jodlerklub Heimelig zeigte am Jahreskonzert seine Können. (Bilder: Rosmarie Berlinger (Buochs, 27. April 2019))

Auch ein Quintett vom Jodlerklub Heimelig zeigte am Jahreskonzert seine Können. (Bilder: Rosmarie Berlinger (Buochs, 27. April 2019))

«Mir singe u jutze us Früüd» war als Überschrift über dem Programm zum Jahreskonzert des Jodlerklubs Heimelig Buochs zu lesen. Klar, diese Worte sind nicht Nidwaldner Dialekt, aber Sandra Zimmermann, Dirigentin der «Heimeligen», erklärte am vergangenen Samstagabend: «Wir führen gerne einen Leitspruch des jeweiligen Gastklubs als zusätzliches Einladungsmotto zu unserem Jodlerkonzert an.» So war es an diesem Konzert der Jodlerklub Flüehblüemli Kiental aus dem Berner Oberland, der dieses Motto hörbar und sympathisch umsetzte. Mit herrlichen Juiz und Liedern aus seinem Heimat- und Kandertal überzeugten die Stimmen des «chächen» Männerklubs. Besonderen Genuss bot er mit der Komposition «Ds Ankebälli» von Adolf Stähli und dem Heufinel-Jutz von Hanspeter Hiltbrand. Übrigens «Ankebälli» ist die im Berner Dialekt bekannte Bezeichnung für die geschützte Alpenblume Frauenschuh. Dafür musste sich auch Pascal Frank vom fünfköpfigen Ansageteam, wie er humorvoll erklärte, bei Google Hilfe holen.

Zusammen mit dem Geschwistertrio Celina, Noemi und Gioia Mathys sowie Elias Zimmermann führte das kecke Quintett durch den Abend. Zum zweiten Mal verfasste Fredi Frank die auflockernde Programmbegleitung, die von den rund 750 Jodlerfans immer wieder mit grossem Applaus honoriert wurde.

Uraufführung von Quintett

Es erstaunt immer wieder, wie innovativ sich die Jodlerklubs als aktive Dorfvereine präsentieren. Jährlich sind sie gefordert, ihre Besucher und Jodlerfans mit abwechslungsreichen Jahreskonzerten zu erfreuen. Für sein Konzert am vergangenen Samstag stand der Jodlerklub Heimelig nicht mehr vor dem langjährigen Bühnenbild des heimischen Dorfplatzes. Gekonnt in Szene gerückt vor eindrücklichen Lichtpräsentationen im Hintergrund, die die Natur und Heimat im Jahreskreis zeigten, wirkte sein Gesang noch ergreifender und überzeugender. So begleitete etwa der eingeblendete «Bärgbach» die gleichnamige Komposition «Dr Bärgbach» von Ernst Sommer in schönster Realität. Auch weitere Vorträge und Naturjuiz wurden durch die Lichtpräsentationen bereichert.

Keck begleiteten die Jodlerkinder durchs Programm.

Keck begleiteten die Jodlerkinder durchs Programm.

Besondere Leckerbissen des Konzertes waren auch dieses Mal die klubeigenen Kleinformationen. Dafür hatte das Jodlerduett Monika Frank / Marco Würsch das sinnvolle Lied «Vergässet se nid» (Lied über Personen im Alter) von Ursula Ming-Reber einstudiert. Als Solojodlerin sorgte Monika Frank mit dem «Gloibäbiäler» von Edi Gasser für Begeisterung.

Für eine Uraufführung präsentierte sich das Jodlerquintett mit Dirigentin Sandra Zimmermann, Martin Sigrist, Hans Gabriel, Marco Würsch und Roger Zimmermann. «Am Meer» hiess die von Robi Kuster (Text) und Emil Wallimann (Musik) gestaltete Komposition. Sie besang weder Sandstrand noch Frauen im Bikini, sondern eine Welt über dem Nebelmeer am Bürgenberg, der Heimat der Dirigentin. Lüpfig musizierte das Handorgelduo «Echo vom Schöntal» aus Obbürgen vor, während und nach dem Konzert und lud endlich Tanzfreudige aufs Parkett ein.

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