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Interesse an Luxuswohnungen am See in Stansstad ist lau

Zweieinhalb Jahre nach Fertigstellung sind erst die Hälfte der Wohnungen im «Boathouse» verkauft. Viele Interessenten schreckt die Lage ab.
Matthias Piazza
Das «Boathouse» bei der Acheregg, vom Alpnachersee aus gesehen. (Bild: Corinne Glanzmann (Stansstad, 27. September 2016))

Das «Boathouse» bei der Acheregg, vom Alpnachersee aus gesehen. (Bild: Corinne Glanzmann (Stansstad, 27. September 2016))

Er wurde als Prestigeobjekt angepriesen, als er nach jahrelangen Verzögerungen wegen Einsprachen im Dezember 2015 endlich bezugsbereit war: Doch der lang gestreckte Bau mit seinen luxuriösen Dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen, der sich an dem Lopper-Ufer entlangschmiegt und eigene Bootsplätze beinhaltet, ist offenbar nicht so begehrt. In vielen Wohnungen brennt auch nach zweieinhalb Jahren nach Fertigstellung noch immer kein Licht.

Der Eindruck, dass die halbe Überbauung noch leer ist, täuscht nicht, wie ein Blick ins Internet zeigt. Zwar wurden alle drei Gewerberäume verkauft, aber erst sieben der 16 Wohnungen.

Viele sind nur an einem Bootsplatz interessiert

Woran liegt’s? «Das ist eine gute Frage», meint dazu Thomas Feuz, der von der Baloise Wohnbauten AG als Besitzerin mit der Vermarktung der Wohnungen beauftragt ist. Erklärungsansätze hat er allerdings schon. «Ich höre immer wieder, dass die nahe Autobahn stört, oder die Lage zu wenig sonnig ist. Viele sind auch nur an einem der 22 Bootsplätze interessiert. Einen Bootsplatz verkaufen wir aber nur zusammen mit einer Wohnung.» Hinderlich seien wohl auch die hohen Anforderungen der Banken, die für solche Luxuswohnungen mehr als die üblichen 20 Prozent Eigenmittel verlangen würden. Dies könnten gut und gerne bis 40 Prozent sein, so Feuz. Kein Pappenstiel, wenn man einen Blick auf die Preisliste wirft. Die rund 100 Quadratmeter grossen Wohnungen mit Aussenflächen zwischen 20 und 100 Quadratmetern kosten zwischen 1,22 und 1,55 Millionen Franken.

Der Bau des renommierten Weggiser Architekten Justus Dahinden kostete rund 15 Millionen Franken. Die Frage, ob man damals falsch kalkuliert habe, findet Thomas Feuz müssig. «Der Bau wurde vor über zehn Jahren konzipiert, daran können wir jetzt nichts mehr ändern.» Und die Preise würden wegen der bereits verkauften Objekte nicht erhöht.

Eine vor kurzem vollausgebaute und möblierte Musterwohnung soll potenzielle Käufer auf den Geschmack bringen. Bereits seien erste Erfolge verbucht worden. «Die Musterwohnung und eine weitere Wohnung sind reserviert», gibt sich Thomas Feuz zuversichtlich. Bis wann in sämtlichen 16 Wohnungen des «Boathouse» Licht brenne, sei allerdings schwer zu sagen. «Aus Erfahrung bin ich bei Luxuswohnungen immer sehr vorsichtig mit Prognosen.»

Lage werde durch Bootsplatz nicht wettgemacht

Angesprochen auf die schleppende Nachfrage beim «Boathouse», zeigt sich Toni Niederberger, Präsident des Hauseigentümerverbandes Nidwalden, wenig überrascht. «Die eher schattige Lage in der Nähe der Autobahn wird durch den hauseigenen Bootsplatz nicht wettgemacht.» Bootsbesitzer hätten in Nidwalden genug Alternativen von attraktiven Liegenschaften mit besserer Lage in diesem Preissegment. «Da nimmt man auch einen zehnminütigen Weg zum Bootsplatz in Kauf.»

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