Isenthal/Hergiswil
Als Dank für langjährige Freundschaft: Isenthal präsentiert sich in einer Freilicht-Ausstellung der Hergiswiler Bevölkerung

Die Urner Gemeinde Isenthal und die Nidwaldner Gemeinde Hergiswil verbindet seit Jahrzehnten eine innige Partnerschaft. In einer Ausstellung wird diese nun aufgegriffen.

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(pd/lur)

Angefangen hat alles vor rund 25 Jahren mit einer finanziellen Unterstützung bei der umfassenden Sanierung des Dorf-Schulhauses von Isenthal. «Ein solches Unterfangen sprengte jedoch die finanziellen Möglichkeiten des Bergdorfes und der Gemeinderat war auf der Suche nach Finanzierungshilfen», sagt Christa Blättler, Vizegemeindepräsidentin von Hergiswil. Die Isenthaler gelangten an die Organisation Schweizer Patenschaft für Berggemeinden, die wiederum den Erstkontakt zum Gemeinderat von Hergiswil herstellte.

Seither unterstützt die Gemeinde Hergiswil Isenthal jährlich mit 20'000 Franken beim Aufbau wichtiger Infrastrukturen. Das Bergdorf Isenthal – hoch über dem Vierwaldstättersee, am Fusse des Uri-Rotstockes und Oberbauens – wird heute von 490 Einwohnern belebt. Vor rund 50 Jahren zählte das Dorf noch knapp 600, davon 100 Kinder im Primarschulalter. Auch dank der Partnerschaft mit Hergiswil erlebte das Bergdorf einen Aufschwung – und eine noch grössere Abwanderung wurde verhindert.

Dankbar über die Hilfe

«Wir sind sehr dankbar für diese wertvolle Hilfe, welche Hergiswil mit dem jährlichen finanziellen Beitrag leistet», sagt der Isenthaler Gemeindepräsident Erich Infanger. «Dank der Partnerschaft konnte in den letzten Jahren das Gemeindehaus umgebaut, eine Spielgruppe und ein zweiter Kindergarten eröffnet, ein neuer Pausen- und Spielplatz gestaltet, Unwetterschäden behoben sowie der Sportplatz saniert werden.»

Als Zeichen des Dankes an die Hergiswiler Bevölkerung präsentiert sich die Gemeinde Isenthal nun mit einer Plakatausstellung bei der Rössliwiese am Hergiswiler See, und zwar vom 8. bis zum 28. Juni. Auch der für Kultur zuständige Isenthaler Gemeinderat Josef Schuler freut sich über die Ausstellung, die das Wandertal Isental mit über 100 Wanderwegkilometern zeigt.

Die Gemeinde Isenthal präsentiert sich auf 32 Plakaten.

Die Gemeinde Isenthal präsentiert sich auf 32 Plakaten.

Bild: PD

Partnerschaft wird auf 32 Plakaten präsentiert

Die dreiwöchige Freilichtausstellung auf der Rössliwiese zeigt auf 32 Plakaten die langjährige Partnerschaft, aber auch das touristische Angebot zwischen Isenthal und der Klewenalp. Die «Via Urschweiz» als neue Schweizer «Mobilroute 599» wurde 2018 durch je zwei Regierungs- und Ständeräte der beiden Kantone eröffnet. Der Wanderweg ist in fünf Tagestouren gegliedert, beginnt in Flüelen bis Isleten, führt durch das Isental nach Gitschenen und über das Hinter Jochli zur Klewenalp. Nach einem Abstecher auf den Bürgenstock wandert man zur Risletenschlucht bis Emmetten, dann zum Rütli, hoch nach Seelisberg und von Bauen zurück ins Isenthal.

Gleich auf den ersten beiden Etappen zeigt sich Isenthal von seinen schönen Seiten. Auf dem drei Kilometer langen «Bärenweg» kann der Spur von Meister Petz nachgegangen werden. Im Jahr 1820 wurde dort der letzte Urner Bär erlegt. Ein Besuch in Isenthal lohnt sich aber auch für die Begehung des Isenthaler Sagenwegs, des Naturrundwegs Gitschenen, des Handwerkerpfads «Urchigs Handwärch» sowie für den Dorfrundgang mit der neoklassizistischen, 200-jährigen Kirche St.Theodul mit dem Holzskulpturen-Friedhof.

Hinweis: Mehr Informationen unter www.via-urschweiz.ch.