Ist das Milizsystem in Nidwalden ein Auslaufmodell?

Die Gemeindepräsidenten-Konferenz (GPK) Nidwalden hat sich mit dem Milizsystem unserer Demokratie auseinandergesetzt. Sie bietet erneut ein Einführungsseminar für neue Gemeinderäte an.

Hören
Drucken
Teilen
Laut Umfragen wollen sich immer noch viele Personen in den Gemeindebehörden im Milizsystem engagieren. Im Bild das Gemeindehaus von Wolfenschiessen.

Laut Umfragen wollen sich immer noch viele Personen in den Gemeindebehörden im Milizsystem engagieren. Im Bild das Gemeindehaus von Wolfenschiessen. 

Bild: Corinne Glanzmann (Wolfenschiessen, 4. September 2018)

(pd/unp) Um neu gewählten Gemeinderäten den Einstieg in die Gemeindepolitik zu erleichtern, organisiert die Gemeindepräsidenten-Konferenz (GPK) zum zweiten Mail ein Einführungsseminar. Wie es in einer Mitteilung der GPK heisst, gibt das Programm Einblicke in gesetzliche Grundlagen, Staatswesen, öffentlichen Finanzen und Rechnungslegung, Führung und Kommunikation. Ein Gemeindepräsident wird in einem Praxisteil die Aufgaben im Gemeinderat lebendig machen. Das Seminar findet an zwei Halbtagen im September 2020 statt.

An ihrer ersten Sitzung des Jahres befasste sich die GPK mit dem Milizsystem in der Demokratie. Ein Referat zeigte Chancen, Risiken und Herausforderungen auf, und dass es laut Umfragen noch immer viele Personen gibt, die sich für das Gemeinwohl einsetzen und auf Exekutivebene mitbestimmen wollen. Viel hänge daher auch von der Führung und Organisation einer Gemeinde ab, um die Zeit für das wirklich Wichtige einzusetzen. Es gelte weiterhin, konstruktive und interessierte Mitglieder für Kommissionen und Räte aufzuspüren, so die GPK weiter.