IT-Grosshändler Also verkauft weniger PCs

Also-Actebis hat die Zahlen des letzten Geschäftsjahres präsentiert. Während der IT-Grosshändler mehr Tablets und Smartphones verkaufte, gingen die Absatzzahlen bei PCs und Notebooks leicht zurück.

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Logistik-Center der Firma Also. (Bild: Archiv Remo Nägeli / Neue LZ)

Logistik-Center der Firma Also. (Bild: Archiv Remo Nägeli / Neue LZ)

Der aus der Fusion der Schindler-Tochter Also und der deutschen Actebis entstandene IT-Grosshändler Also-Actebis hat im letzten Geschäftsjahr einen Konzerngewinn von 26,7 Mio. Euro erzielt. Das Betriebsergebnis ohne Abschreibungen (Ebitda) erreichte 91,4 Mio. Euro. Der Umsatz beleif sich auf 6,2 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Nur für Actebis hatte im Vorjahr der ausgewiesene Konzerngewinn bei 22,2 Mio. Euro gelegen, der Umsatz bei 3,7 Mrd. Euro. Die Schindler-Tochter Also hatte 26,2 Mio. Fr. Gewinn und einen Umsatz von 4,2 Mrd. Fr. erwirtschaftet.

Addiert man die Vorjahresergebnisse der beiden Gesellschaften, so hinken die aktuellen Zahlen von Also-Actebis also um einiges hinter jenen des Vorjahres zurück. Da in die Konzernbilanz 2011 zum ersten Mal das konsolidierte Ergebnis beider fusionierten Gesellschaften eingeflossen ist, sind Vergleiche mit dem Vorjahr allerdings nur bedingt aussagekräftig.

Aus diesem Grund hat Also-Actebis betreffend der verschiedenen Marktsegmente auch keine Vergleichsrechnung mit dem Vorjahr durchgeführt. Im Jahr 2011 erzielte das Unternehmen mit rund 4,7 Mrd. Euro den grössten Umsatz in der Region Zentraleuropa - dazu zählen die Schweiz, Deutschland, Österreich, Frankreich und die Niederlande.

Sinkende Absatzzahlen bei PCs und Notebooks

Dass die aktuellen Zahlen unter den kumulierten des Vorjahres liegen, erklärt sich Also-Actebis mit der Schuldenkrise, die sich negativ auf die Konjunktur und somit auch auf die IT-Branche ausgewirkt hätte. So habe sich der Markt im Firmenkundengeschäft insbesondere im zweiten Halbjahr 2011 deutlich abgeschwächt, schreibt das Unternehmen.

Beim Privatkundengeschäft habe sich zwar der Verkauf von Tablet-Computern und Smartphones positiv entwickelt, jener von Desktop-PCs und Notebooks jedoch hätte abgenommen. Die Auswirkungen des sich abschwächenden Marktes hätten aber zumindest teilweise durch fusionsbedingte Synergieeffekte kompensiert werden können, so Also-Actebis.

Wachstumsmarkt Cloud Computing

Als positiv wertet Also-Actebis die Tatsache, dass das Unternehmen seine Position im Wachstumsmarkt Cloud Computing durch strategische Partnerschaften mit IBM und Microsoft sowie durch neue Angebote gemäss eigener Einschätzung verbessern konnte. Also-Actebis Deutschland werde ausserdem ab dem zweiten Quartal 2012 Apple- Produkte vertreiben, wovon sich die Unternehmensführung ebenfalls Wachstumsimpulse verspricht.

Für das Jahr 2012 erwartet das Management weniger Umsatz, dafür einen höheren ausgewiesenen Konzerngewinn als im Jahr 2011. Mittelfristig strebt der Konzern ein Ebitda von 120 bis 130 Mio. Euro an, was zu einem Konzerngewinn von 50 bis 55 Mio. Euro. gereichen sollte, wie Also-Actebis am Montag prognostizierte.

sda