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Jährlich über 700 Stunden auf Maulesel

Leben Zwölf Jahre lang amtete Theodor Amstad als Vikar der Pfarrei São Sebastião do Caí im Bundesstaat Rio Grande do Sul. Als einzigem jungen Jesuit vor Ort oblagen ihm die Hausbesuche in den weit verstreuten Siedlungen der Einwanderer. Er musste selbst zum Kartografen werden, um sich eine Übersicht über das riesige Territorium zu verschaffen.

Jahr für Jahr legte er über 5000 Kilometer auf dem Maultierrücken zurück. Unterwegs im Innenland an der Serra Gaucha ritt er tagelang zu Messen, Krankenbesuchen oder Erstkommunionen, wie er im Buch mit seinen Lebenserinnerungen schreibt. Die durchschnittliche Geschwindigkeit seines Transportmittels errechnete er auf 7 Kilometer pro Stunde – bei schlechten Strassen, steilen oder abschüssigen Wegstrecken, Bach- und Flussquerungen noch weniger. Jahr für Jahr verbrachte er mehr als 700 Stunden (fast einen Monat) auf dem Sattel seines Maultieres.

Eine der Flussquerungen wurde ihm 1923 am Rio Taquari zum Verhängnis: Beim Sturz vom Reittier brach er sich den Rücken und war seither gelähmt. Er verfolgte aber seine Aktivi­täten unverdrossen weiter, im Rollstuhl in der Vila Gonzaga in São Leopoldo – oder per Kutsche unterwegs. (red)

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