Jagdbanngebiet Huetstock soll verkleinert werden

Der Schutz der Tiere, die am Huetstock leben, soll gelockert werden. Die Kantone Ob- und Nidwalden möchten das dortige eidgenössische Jagdbanngebiet aus Rücksicht auf den Tourismus verkleinern.

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Sessellift auf Trübsee: Ein Grossteil des Engelberger Skigebietes liegt im Jagdbanngebiet Huetstock. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Sessellift auf Trübsee: Ein Grossteil des Engelberger Skigebietes liegt im Jagdbanngebiet Huetstock. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Das Jagdbanngebiet liegt zwischen dem Engelberger- und dem Melchtal in den Kantonen Ob- und Nidwalden. Im Richtplan von Nidwalden werde die Zone teilweise auch als touristisches Intensivnutzungsgebiet bezeichnet und dementsprechend genutzt, teilte die Justiz- und Sicherheitsdirektion des Kantons Nidwalden am Mittwoch mit.

Der Konflikt zwischen Naturschutz und Tourismus soll nun so gelöst werden, dass ein Teil des Gebietes aus dem eidgenössischen Jagdbanngebiet entlassen wird. Zu diesem Schluss kam eine Arbeitsgruppe der beiden Kantone.

Eine Teilgebietsentlassung erfolge durch den Bundesrat, heisst es in der Mitteilung. Sie müsse im öffentlichen Interesse und gut begründet sein. Zudem müsse ein gleichwertiger Ersatz geschaffen werden.

Das eidgenössische Jagdbanngebiet Huetstock besteht seit über 100 Jahren. Es leben dort Birkhühner, Rothirsche, Rehe, Alpenschneehühner, Schneehasen, Gämse und Steinböcke.

sda