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Jahresgabe des Kunsttreffs 13 geht an Olivia Abächerli

Im Winkelriedhaus hat der 13er-Kunstverein die Jahresgabe 2018 der 26-jährigen Obwaldnerin aus Kerns überreicht. Es ist die Kunst-Auszeichnung, die besonderes Kunstschaffen auszeichnet.
Ruedi Wechsler
Künstlerin Olivia Abächerli freut sich über die Jahresgabe. Neben ihr Laudator Christian Kathriner. (Bild: Ruedi Wechsler, Stans, 30. Augsut 2018)

Künstlerin Olivia Abächerli freut sich über die Jahresgabe. Neben ihr Laudator Christian Kathriner. (Bild: Ruedi Wechsler, Stans, 30. Augsut 2018)

Laudator und Kunstvereins-Vorsitzender Christian Kathriner begrüsste 30 Kunstliebhaber im Winkelriedhauskeller in Stans am vergangenen Donnerstag zur Vernissage der Ausstellung «Where all the Aims cross» von Olivia Abächerli. Er sprach von einer ambitionierten, ernsthaften und rätselhaften Künstlerin. «Wer Kunst verstehen will, hat nichts verstanden. Sie soll ein Rätsel bleiben. Sie ist etwas zum Nachdenken und Sinnieren. Alles hat Platz im schwarzen Loch der Kunst.» Ihm gefalle die Rätselhaftigkeit und er zeigte sich gespannt, wie es mit der Preisträgerin der Jahresgabe 2018 weitergeht.

Ein Kunstobjekt besteht aus einem mit Plastilin gefertigten Sockel. Oben an der Fahnenstange hängt eine Socke mit einem gelben Pfeil, der die Richtung vorgeben soll. Der Titel signalisiert das Motto der Ausstellung und auf Deutsch übersetzt: «Wo alle unsere Wünsche münden oder sich begegnen». Olivia Abächerli freute sich sehr über den Förderpreis 2018. Sie bezeichnet sich selber als neugierig, ambitioniert, unbeschwert und politisch interessiert. Ihre Struktur ist leicht chaotisch. Das bestätigt sich auch im Video an der Ausstellung, die noch bis Mitte Oktober zu sehen ist. Das Video zeigt die strukturierte Ebene mit Zeichnungen, die sich wie eine Anarchie ausbreitet. Viele utopische Gedankengänge der in Stans geborenen und in Obwalden aufgewachsenen Künstlerin bereichern das Video. Zum Beispiel können Menschen unter Wasser atmen oder ohne Schwerkraft leben.

«Ich kann immer etwas Neues lernen»

Ihr Studium in «Fine-Arts» dauert noch ein Jahr. Im Frühling folgt die Masterarbeit. Es findet in Holland und in verschiedenen europäischen Städten statt. Olivia Abächerli wollte ursprünglich Zeichnungslehrerin werden. Sie merkte aber bald, dass man auch als «ganz normaler Mensch» Kunst ausüben kann. Dazu sagt sie: «Es war die Neugier für das Neue. Dazu benötige ich keine spezielle Begabung. Ich kann beim Anfertigen von Keramik oder Videoschneiden immer etwas Neues lernen». Und warum diese utopischen Statements im Video? «Ich würde mir wünschen, über alternative Lebensformen diskutieren zu können. Das ist der erste Schritt, den wir als Einzelperson oder als Gesellschaft tun können, um etwas zu verändern».

Für Stefan Zollinger, Leiter des Amts für Kultur und des Nidwaldner Museums, ist Kunst eine Art, sich die Welt anzueignen. Der Mensch könne nicht ohne Kunst leben, sie sei eine Lebensgrundlage. Stefan Zollinger gehört dem Vorstand des Kunstvereins 13 an. Dieser wählt jährlich die Preisträger der Jahresgabe.

Christian Kathriner bezeichnet die Kunst von Olivia Abächerli als generationenspezifischen Ausdruck. Sie habe keine Berührungsängste gegenüber verschiedensten Medien und einen hohen technischen Stellenwert der Ausdrucksformen. «Ich denke da an Video und Audio, welche Olivia sehr geschickt zusammen mit Skulpturen und Objekten kombiniert. Sie könnte eine ganz interessante Künstlerin werden.»

Die Ausstellung im Winkelriedhaus dauert noch bis Mitte Oktober. www.kunsttreff13.ch

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