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Leserbrief

Jetzt braucht’s in Stans politische Akteure mit klarem Kopf

«Fortsetzung folgt, Zeitpunkt ungewiss», Ausgabe 10. August

Es gibt Weisheiten, die führen einen gut durchs Leben. Etwa jene, wonach man aus Schaden klug wird. Oder die Losung, dass Fehler gemacht werden dürfen, ja gar nötig sind, um weiterzukommen. Allein. Es gilt dabei zu beachten, dass der gleiche Fehler nicht zweimal erfolgen soll. Sonst wäre Weisheit eins null und nichtig.

Da optimiert der Stanser Gemeinderat nach dem Einbahn-Debakel seine Klugheit, indem er über das verantwortliche Mitglied trotzig verlauten lässt, das unsägliche Einbahnkonzept – eigentlich ein Sackgassenkonzept – werde zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt. Wir müssen uns also darauf vorbereiten, dass der innerdörfliche Verkehr dereinst einmal mehr kollabieren wird. Wer (mit dem Auto, versteht sich) von A nach B will und dafür bis anhin 5 Minuten brauchte, muss mit rund 40 Minuten plus rechnen. Begründet wird die behördlich verordnete Daumenschraube für die ungeliebten Autolenker damit, äussere Umstände wie A2 und Axenstrasse seien Grund fürs Chaos. Dies greift sehr kurz.

Am Donnerstag, dem Chaos-Tag 1 etwa, herrschte auf der A2 flüssiger Verkehr. Das Problem ist dorfgemacht. Der Gemeinderat hat sich ein Konzept verabschieden lassen, das weder auf Verkehrszählungen noch -modellen gründete. Das ist unprofessionell (oder politisches Kalkül?), denn eine Verkehrsplanung, die den Namen verdient, baut auf Zahlen, Fakten und Modellen. So steht der Umkehrschluss im Raum, wonach die sogenannten begleitenden Verkehrsplaner entweder inkompetent sind oder aus Honorargründen einfach absegneten, was aus dem Gemeindehaus als Direktive ausgegeben wurde. Dafür wurden 125000 Franken innerhalb von 34 Stunden (plus Planungszeit, Signalisation und Malerarbeiten) verbrannt. Eine stolze Summe. Für einen zweiten Versuch? Hoffentlich nicht, jetzt sind politische Akteure mit klarem Kopf gefordert, die eine Stanser Gemeindeversammlung nach dem Gusto des Gemeinderates umgehen lassen und einen politischen Prozess einleiten, an dessen Ende eine kantonale Abstimmung steht. Denn an diesem «Black Thursday» waren nicht nur Stanser Automobilisten betroffen. Deren Empörung ist zu verstehen, auch wenn sie von dieser Zeitung despektierlich als «Mob» bezeichnet wurden.

Ronald Joho-Schumacher, Stans

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