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Josef Würsch wird von der Alzheimervereinigung ausgezeichnet

Der diesjährige Fokuspreis der Alzheimervereinigung wurde an Mitgründer Josef Würsch verliehen. Würsch hat unter anderem die erste Demenzabteilung der Zentralschweiz eingerichtet.
Marion Wannemacher
Josef Würsch im Gespräch mit Laudatorin Maria Küchler-Flury. (Bild: Marion Wannemacher (Stans, 21. September 2018))

Josef Würsch im Gespräch mit Laudatorin Maria Küchler-Flury. (Bild: Marion Wannemacher (Stans, 21. September 2018))

«Der Vorstand hat mit deiner Nomination eine sehr gute Wahl getroffen», befand Laudatorin Maria Küchler-Flury in Richtung von Josef Würsch, den diesjährigen Fokuspreisträger der Alzheimervereinigung Ob- und Nidwalden. Jahr für Jahr wird der mit 2000 Franken dotierte Preis zum Weltalzheimertag verliehen, um auf die Anliegen der Betroffenen und ihres Umfelds aufmerksam zu machen. Allein 1300 Personen leiden in Ob- und Nidwalden aktuell an einer Form von Demenz.

Was den aktuellen Preisträger anbelangt, hätte es gleich mehrere gute Gründe gegeben, ihn auszuzeichnen. Würsch gründete nicht nur mit Maria Küchler-Flury die Alzheimervereinigung Ob- und Nidwalden, die er von 2006 bis 2015 im Co-Präsidium mit ihr leitete und richtete eine Angehörigengruppe ein, 2002 lancierte er als Leiter des Alters- und Pflegeheims in der Nägeligasse Stans eine Spezialwohngruppe für Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Es war die erste ihrer Art in der Zentralschweiz.

Auch negative Reaktionen auf Demenzstation

«Mir war recht schnell klar, dass es nicht nur architektonische Erleichterung braucht, sondern auch speziell ausgebildetes Personal, genügend Personal, Weiterbildung und eine Supervision», so Josef Würsch an der Preisverleihung im Alters- und Pflegeheim Nidwalden in Stans am vergangenen Freitagabend. Die Reaktionen auf das «Haus im Park», wie die Demenzstation hiess, seien dabei nicht nur positiv ausgefallen: «Es gab kritische Stimmen, die sie ein ‹Ghetto für Demenzkranke› nannten», berichtete Würsch. Die Anerkennung erfolgte rund drei Jahre später, als der damalige Luzerner Gesundheitsdirektor verkündete, Luzern brauche Demenzstationen.

Josef Würsch legt Wert auf die Tatsache, dass er das Projekt nicht allein, sondern im Team gestartet habe. «Den Fokuspreis nehme ich für das Team entgegen, das wir damals waren», sagte der 78-Jährige und freute sich über die Anwesenheit von Ottilia Pleisch als Leiterin des Pflegedienstes, Maya Bachmann, als Fachlehrerin und Vreny Koutsantonis, die das Konzept umgesetzt hatte. «Ich werde den Preis mit dem Kernteam auf höchster Ebene begiessen», kündigte Josef Würsch an.

In ihrer Laudatio nahm Maria Küchler-Flury das Bild des Kristalls auf, den das in der Glasi hergestellte Dreieck symbolisiert. «Kristalle oder Diamanten zeichnen sich laut Wikipedia durch Dichte, Wärmeleitfähigkeit, Glanz, Lichtstreuung und Widerstandsfähigkeit aus.» Auch der Schliff spiele eine Rolle, denn erst die Bearbeitung bringe den Glanz und die Farbe von Edelsteinen zur Geltung, sagte sie. Den ersten Schliff am «Kristall Josef» habe seine Berufswahl zum Krankenpfleger an der Pflegerschule des Kantonsspitals Luzern offenbart. Würsch bildete sich zum Lehrer für Krankenpflege weiter und schliesslich leitete er während 12 Jahren die Pflegerschule, 1981 wurde er Heimleiter des Alters- und Pflegeheim Nägeligasse.

Kristalle seien seltene Mineralien, die sich durch ihre chemische Reinheit, Farbe und Transparenz sowie ihre Widerstandsfähigkeit auszeichneten, sagte Maria Küchler-Flury in ihrer Ansprache. Sie meine, das passe doch bestens auch auf Josef Würsch: «Du hast mit deinem beispiellosen Wirken viel für die demenzkranken Menschen und ihre Angehörigen getan, Marksteine in der Alters- und Sozialpolitik deines Kantons gesetzt und Geschichte geschrieben.»

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