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JUBILÄUM: Sie schwören dem Stanser Kollegi fast ewige Treue

Der Verein Freunde des Kollegiums St. Fidelis (VFK) wird 30 – und hat sichtbare Spuren im Kollegi hinterlassen. Von Ermüdungserscheinungen gibt es keine Spur. Doch es braucht Anstrengungen, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben.
Matthias Piazza
Präsident Markus Röösli im Klarahof des Kollegi Stans. (Bild: Corinne Glanzmann (25. April 2018))

Präsident Markus Röösli im Klarahof des Kollegi Stans. (Bild: Corinne Glanzmann (25. April 2018))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Dass Markus Röösli den Klarahof für den Fototermin ausgewählt hat, kommt nicht von ungefähr. 72000 Franken steuerte der Verein der Freunde des Kollegiums St. Fidelis (VFK) zum Bau dieser Oase des Nachdenkens, Ausruhens und Plauderns inmitten des schulischen Betriebes bei, wie der Verein den 2013 eingeweihten Innenhof beschreibt. Doch die Unterstützung des Kollegiums geht über reine bauliche Gestaltungen hinaus. So hat der Verein, der nun sein 30-Jahr-Jubiläum feiert, im vergangenen Jahr über 10000 Franken an Bildungsreisen von Schülerinnen und Schülern beigesteuert.

Auch das Foyer wird mit jährlich 4000 Franken unterstützt, in Ergänzung zum Engagement der katholischen und der reformierten Kirchen in Nidwalden. «In dieser sehr wichtigen und gefragten Institution kümmern sich Lehrer und weitere Personen um religiöse und soziale Belange der Schülerinnen und Schüler, helfen ihnen bei ihren mannigfaltigen Problemen, die sich rund um Schule und das Erwachsenwerden ergeben können», beschreibt Markus Röösli eine der Vereinstätigkeiten.

Öffentliche Hand wäre kaum bereit, in Lücke zu springen

Für ihn ist der Verein auch nach 30 Jahren nicht mehr wegzudenken, erst recht nicht in der heutigen Zeit. «Institutionen wie das Foyer und das entsprechende Engagement des VFK gibt es heutzutage fast nicht mehr. Und wenn sie mal verschwinden, werden sie erfahrungsgemäss nicht wieder aufgebaut, da die öffentliche Hand kaum bereit wäre, in die Lücke zu springen.» Die viermal jährlich erscheinende Schulzeitschrift «Stanser Student» mit einer Auflage von über 1700 Exemplaren rundet das Angebot des Vereins ab. Sie berichtet über das Leben im Kollegium, über Maturatagungen und Ereignisse aus dem Leben aktueller und ehemaliger Kollegianer.

Begonnen hatte alles 1988, als die Kapuziner das Kollegium an den Kanton übergaben. Bis dahin hatte sich eine Stiftung um die Unterstützung der Schule und der Studenten gekümmert. Eine Gruppe ehemaliger Kollegischüler stellte mit der Gründung des Nachfolgevereins sicher, dass der Schule auch künftig eine solche Institution zur Verfügung steht. Und seither läuft der Karren – von Ermüdungserscheinungen keine Spur. Man erfreue sich einer konstant hohen Mitgliederzahl, versichert Markus Röösli, ohne eine genaue Zahl zu nennen, denn diese ist eine Wettbewerbsfrage für die Mitglieder.

Schüler können so etwas zurückgeben

Was bringt eine Mitgliedschaft? «Die meisten sagen, dass sie so etwas jener Schule zurückgeben könnten, bei der sie das Rüstzeug geholt hätten, um ihr eigenes Berufsleben zu verwirklichen», weiss Markus Röösli. Davon zeuge jeweils auch das Referat, das ein Mitglied im Anschluss an die jährliche Generalversammlung halte. «Da erhalten wir spannende Einblicke in das Leben, das die Referenten oft in die weite Welt hinausgeführt hat.»

Auch der Austausch mit den ehemaligen Schulkollegen über alte Kollegizeiten anlässlich der Mitgliederversammlung werde immer sehr geschätzt. Auch wenn man sich während der Schulzeit nie begegnet sei, so sei dies spätestens im Verein der Fall: «Mehrere Generationen treffen aufeinander, mit dem Kollegi als gemeinsamem Nenner, und entsprechend gibt das immer wieder interessanten Gesprächsstoff.»

Nicht alle würden gleich nach der Matura dem Verein beitreten. «Viele kommen erst bei einem Klassentreffen zehn Jahre nach der Matura auf den Geschmack und treten unserem Verein bei – und bleiben ihm dann treu», weiss Markus Röösli, der den VFK seit elf Jahren präsidiert und die Matura 1985 gemacht hat.

In die Zukunft blickt Markus ­Röösli optimistisch, an der Grundidee des Vereins wolle man festhalten. Doch wolle man auf der Höhe der Zeit bleiben – Stichwort Neue Medien. «Wir wollen immer wieder die neuen Ehemaligen ins Boot holen. Darum ist es umso wichtiger, die Kommunikation generationengerecht über zeitgemässe Kanäle wie dem Internet zu forcieren.» Nichts ändern soll sich an der Spitze – zumindest vorderhand. «Sehr ­gerne stehe ich dem Verein auch weiterhin vor, halte so die Ver­bindung zum Kollegi, und unterstütze damit die Lehrpersonen und die nachfolgenden Schü­lergenerationen», meint der 53-­Jährige.

Hinweis

Chor, Orchester und Rockband des Kollegiums Stans führen Jubiläumskonzerte auf: Sie beginnen heute Freitag und morgen Samstag, um je 20 Uhr, am Sonntag um 16 Uhr, im Kollegisaal, Eintritt frei, Kollekte, Apéro eine Stunde vor Konzertbeginn.

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