Trotz Corona: Jubla-Leiter inspirieren einander

2665 Mitglieder zählen die Scharen in Uri und Schwyz, 1211 sind es in den Kantonen Ob- und Nidwalden. Auch in der Coronazeit sind sie aktiv.

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Derzeit können sich die Mitglieder der Jungwacht und Blauring nicht in ihren Scharenkreativ ausleben - doch die Leiter wissen Alternativen für die Zeit zuhause.

Derzeit können sich die Mitglieder der Jungwacht und Blauring nicht in ihren Scharenkreativ ausleben - doch die Leiter wissen Alternativen für die Zeit zuhause.

Symbolbild: Pius Amrein
(27. Juli 2018)

(ml) 1211 Kinder und Jugendliche sowie Leiterinnen und Leiter zählte der Mitgliederbestand der Jungwacht Blauring (Jubla) in den Kantonen Nid- und Obwalden im Jahr 2019. Im Vorjahr waren es 1155. Auch gesamtschweizerisch verzeichnet die Jubla einen Mitgliederzuwachs von rund 600 Personen oder zwei Prozent. Derzeit sind es 32'000 Personen. Etwas anders sieht es in Uri und Schwyz aus: Hier gab es gegenüber 2018 einen Rückgang von 72 Mitgliedern – 2019 waren es nämlich nur noch 2665.

«In der Jubla entdecken Kinder in einem ungezwungenen Rahmen ihre individuellen Fähigkeiten, probieren Neues aus und können sich austoben», heisst es in einer Medienmitteilung der Jubla Schweiz. Die jugendlichen Leiter lernen gleichzeitig, selbstständig zu leiten, zu planen, zu organisieren und umzusetzen. Dabei gewinnen sie Lebenserfahrung.

Von Anti-Langeweile-Listen bis zu virtuellen Ritualen

Aktuell befindet sich aber auch die Jubla in einer herausfordernden Zeit: Die Coronarise zwingt den Kinder- und Jugendverband, «Jubla zu Hause» durchzuführen. Doch die Leiterinnen und Leiter der lokalen Jubla-Gruppen entwickelten rasch neue Möglichkeiten, kreativ zu sein: Sie organisierten innert kürzester Zeit Jubla-Angebote für zu Hause und teilten diese mit den Kindern und Jugendlichen. Dazu gehören zum Beispiel Anti-Langeweile-Listen, Jubla-trotz-Corona-Kisten mit Bastelideen, gemeinsame virtuelle Rituale, regelmässige Challenges und Podcasts.

Unter dem Hashtag #jublazuhause werden die Umsetzungen geteilt und dienen als Inspiration für andere Gruppen. Den Leiterinnen und Leitern stehen auf der Website jubla.ch/corona Hilfestellungen zur Verfügung. Trotz dieser Angebote freuen sich die Verantwortlichen auf das Ende der Ausnahmesituation: «Obwohl die lokalen Gruppen die Corona-Einschränkungen äusserst gekonnt aufgefangen und trotzdem Jubla angeboten haben: Wir alle freuen uns, wenn wir wieder richtig zusammen sein und Natur erleben dürfen.»