KANTON NIDWALDEN: Das Staatsarchiv digitalisiert Karteikarten

Mit der Digitalisierung von Karteikarten über ältere Archivbestände werden wichtige Dokumente des Nidwaldner Staatsarchivs aus der Zeit vor 1878 übers Internet suchbar.

Merken
Drucken
Teilen
Im Staatsarchiv Nidwalden. (Symbolbild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Im Staatsarchiv Nidwalden. (Symbolbild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Bis heute müssen Benutzer des Staatsarchivs bei ihren Recherchen nicht nur die elektronischen sondern auch zahlreiche ältere Findmittel durchforschen, um die gewünschten Dokumente zu finden, heisst es in einer Mitteilung des Staatsarchives Nidwalden. Neben schwer entzifferbaren handschriftlichen Ratsprotokollbänden oder Urkundenregesten sind dies zudem schreibmaschinenschriftliche Verzeichnisse aus den 1950er- bis 1990er-Jahren.

Die Suche in bis zu sieben verschiedenen Verzeichnissen ist mühsam, der Aufwand für die Pflege der Verzeichnisse laut Mitteilung recht hoch. Nun sollen die maschinengeschriebenen Verzeichnisse digitalisiert und mittels Texterkennungssoftware in das elektronische Archivverzeichnis übernommen werden.

Weitere Digitalisierungen geplant
Die Digitalisierung geschieht laut Staatsarchiv im Rahmen eines Pilotprojektes. Bis Ende Jahr werden zunächst tausende von Karteikarten digitalisiert. Die alten Bestände enthalten hauptsächlich Dokumente und Korrespondenz kantonaler Behörden und Amtsstellen aus der Zeit vor 1878. Dazu gehören wertvolle Akten zu den Vogteien im Tessin, zum Armenwesen und Bürgerrecht, zum Militär oder zum Medizin- und Sanitätswesen.

In den nächsten Jahren sollen weitere Verzeichnisse digitalisiert werden, etwa die alten Register der Regierungs- und Landratsprotokolle.

ana