KANTON NIDWALDEN: Zentralbahn: Regierung will Doppelspurausbau

Die Regierung möchte die Zentralbahn wie vorgesehen ausbauen. Ein Postulat, das fordert, den Doppel­spur­ausbau in Hergiswil noch einmal zu überarbeiten, hat er abgelehnt.

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Die Zentralbahn soll in Hergiswil doppelspurig werden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Die Zentralbahn soll in Hergiswil doppelspurig werden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, das Postulat des Hergiswiler Landrates Maurus Adam und Mitunterzeichnende abzulehnen.

Der geplante Doppelspurausbau der Zentralbahn auf dem Abschnitt Hergiswil Schlüssel/Matt ermöglicht die notwendige Kapazitätssteigerung zur Verbesserung des Fahrplanangebotes, wie die Staatskanzlei Nidwalden in einer Medienmitteilung schreibt. Davon profitiert der ganze Kanton. Eine grundsätzliche Neukonzeption birgt die grosse Gefahr einer langfristigen Nulllösung.

Die Nidwaldner Regierung erachtet das Projekt Ausbau der Zentralbahn in Luzern und Hergiswil als einen wichtigen Baustein zur Lösung anstehender Mobilitätsprobleme. Damit wird eine Infrastruktur geschaffen, welche die künftigen Verkehrsströme aus dem Kanton Nidwalden Richtung Luzern, Zug und Zürich zu bewältigen vermag.

Die im Postulat geforderte grundlegende Neukonzeption für den Raum Hergiswil wird von der Regierung entschieden abgelehnt. Mittel- und langfristig müsste eine «Nulllösung» befürchtet werden, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Inbetriebnahme im Jahr 2014 wäre gefährdet
Die im Raum stehende Ausbauvariante mit einem durchgehenden Tunnel von der Kantonsgrenze bis zum Bahnhof Hergiswil ist mit grossen Unsicherheiten behaftet. Einerseits ist die technische Machbarkeit eines durchgehenden Tunnels nicht nachgewiesen, andererseits die Finanzierung völlig offen.

Gemäss ersten Schätzungen müsste mit Kosten von rund 200 Millionen Franken gerechnet werden. Hinzu kämen bauliche Verzögerungen von noch nicht quantifizierbarem Ausmass. Die geplante Inbetriebnahme des Fahrplanes 2014 wäre auf der gesamten Strecke nicht möglich.

get