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Kanton schränkt lautgetreues Schreiben an den Nidwaldner Schulen ein

Beim lautgetreuen Schreiben lernen Kindern anhand von Lauten Wörter abzubilden. Dabei wird in einem ersten Schritt die Rechtschreibung nicht berücksichtigt. Aufgrund Erfahrungen, die auf eine schlechter gewordenen Rechtschreibeleistungen hindeuten, schränkt der Kanton Nidwalden die Methode nun zeitlich ein.
Ennetmooser Primarschüler beim Unterricht. (Bild: Matthias Piazza (Ennetmoos, 21. August 2017))

Ennetmooser Primarschüler beim Unterricht. (Bild: Matthias Piazza (Ennetmoos, 21. August 2017))

"Dass isd ein Nashoan" ist eine Schreibweise, wie sie anfänglich im Schulunterricht auftauchen kann. Die Kinder lernen die Laute eines Wortes auszusprechen und anhand einer Buchstabentabelle in Schrift umzusetzen. Das sogenannte lautgetreue Schreiben wird auch in Nidwalden seit Jahren angewendet. Je nach Kind wird anschliessend früher oder später mit dem Vermitteln von Rechtschreibregeln begonnen.

Die Nidwaldner Bildungsdirektion ist zuletzt verschiedentlich auf teils ungenügende Rechtschreibekenntnisse von Schulabgängern und Lernenden hingewiesen worden. Dies veranlasste den Kanton zu überprüfen, ob das lautgetreue Schreiben mitverantwortlich ist für diese Problematik. Im nun vorliegenden Bericht wird festgehalten, dass sich das lautgetreue Schreiben für fremdsprachige Kinder und solche aus bildungsfernen Elternhäusern eher als hinderlich erweist, während Legastheniker davon profitieren.

Für die schlechter gewordenen Rechtschreibeleistungen, so der Bericht weiter, sei ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren verantwortlich. Die Methode des lautgetreuen Schreibens ist dabei grundsätzlich unproblematisch, solange sie in einer zeitlich begrenzten Anfangsphase angewendet wird, wie es in einer Mitteilung des Kantons vom Montag heisst. Diese dauert etwa ein Jahr. Werde die Phase verlängert, könne dies schnell negative Auswirkungen haben.

Vor diesem Hintergrund hat die Bildungsdirektion die Weisung erlassen, dass das lautgetreue Schreiben auf die 1. Klasse zu beschränken ist und die Rechtschreibenormen spätestens ab der 2. Klasse zu vermitteln sind. Überdies soll die zusätzlich gesprochenen Deutschlektionen «explizit für das Üben und Vertiefen der Rechtschreibe- und Lesekompetenz» genutzt werden. (om)

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