KANTONSANGESTELLTE: Lohnerhöhung ist heftig umstritten

Nidwalden muss als Arbeitgeber attraktiv bleiben, findet die Regierung und will die Löhne erhöhen. Über die Umsetzung sind sich die Parteien aber uneins.

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Erich Näf, FDP-Fraktionschef. (Bild pd)

Erich Näf, FDP-Fraktionschef. (Bild pd)

Die Teuerung übertraf 2007 die Erwartungen, im Personalbestand des Kantons haben die Wechsel zugenommen, die Kantonskasse steht gut da: Drei Gründe für die Nidwaldner Regierung, den Staatsangestellten per 1. Juli 2 Prozent mehr Lohn zu geben. Die Lohnerhöhung würde den Kanton 521 000 Franken kosten.

An der Landratssitzung vom Mittwoch wird sie aber für diese Idee kämpfen müssen. Die SVP ist einstimmig dagegen: «Für uns ist ganz klar, dass wir nicht unter dem Jahr die Löhne erhöhen können», sagt Fraktionschef Walter Odermatt.

Er wolle nicht sagen, dass die Löhne nicht da und dort zu tief sein könnten, aber man wolle das im Herbst zusammen mit dem Budget analysieren und möchte dann genauere Vergleichszahlen mit der Privatwirtschaft. Eine pauschale Erhöhung sei falsch und belaste die Gemeinden sehr stark.

Giesskanne nein
Auch die FDP kann nicht hinter der Lösung der Regierung stehen. «Generell 2 Prozent heisst Giesskannenprinzip.» Die FDP will einen neuen Vorschlag machen, sagt Fraktionspräsident Erich Näf: «Die Regierung soll die beantragte Summe ausschütten können, allerdings für individuelle Lohnerhöhungen.» Näfs Analyse: «Gewisse Leute in der Verwaltung haben zu wenig Lohn im Vergleich mit der Privatwirtschaft und sind schwierig zu halten.»

Es gebe im Lohnsystem zugegebenermassen Probleme. Die FDP möchte darum auch, dass die Regierung eine langfristige Lösung sucht, damit der Landrat nicht jedes Jahr die gleichen Diskussionen über Löhne führen muss. Die 18-köpfige FDP-Fraktion hält zusammen mit der Fraktion der SVP (11 Sitze) 29 der 60 Sitze im Nidwaldner Parlament.

Markus von Rotz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.