KANTONSBIBLIOTHEK: Extern besetzter Leiterposten in der Kritik

In der Kantonsbibliothek herrscht Proteststimmung. Wegen Mängel in der Personalführung und Kommunikation haben die beiden Bibliothekarinnen gekündigt.

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Feuer unterm Dach: Blick auf die Kantonsbibliothek Nidwalden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Feuer unterm Dach: Blick auf die Kantonsbibliothek Nidwalden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Im Juli hat Regula Odermatt, Leiterin der Kantonsbibliothek Nidwalden, an diese Zeitung einen Leserbrief gesandt. Darin reagiert sie auf die Anstellung der neuen Bibliotheksleiterin, die ihr nachfolgen sollte, nachdem sie während 39 Jahren die Bibliothek aufgebaut und geführt hatte. Vehement vertritt sie darin die Meinung, dass für sie als Kunsthistorikerin wieder eine Fachkraft mit geisteswissenschaftlichem Studium eingestellt werden soll. Gewünscht hätte sie, dass ihre Stellvertreterin Brigitte Gut die 70-Prozent-Leitungsstelle antreten würde. Der Diplombibliothekarin, die sich zusätzlich in Bibliotheksmanagement weitergebildet hat, hätte dann eine geisteswissenschaftliche Mitarbeiterin zu Seite gestellt werden können. Denn die Kantonsbibliothek, so Odermatt, sei unter anderem für wissenschaftliche Archivierungsarbeiten zuständig.

Enttäuschende Bewerbung
Doch es kam alles anders: Vorerst sei sie von Amtsleiter Lukas Vogel ermuntert worden, sich zu bewerben, erzählt Brigitte Gut. «Damals und auf meine Bewerbung hin signalisierte er mir, er könne mich durchaus als neue Leiterin vorstellen.» Im nachfolgenden Verfahren entschied sich ihr Chef aber für Brigitte Durrer, Fachhochschulabsolventin der Information und Dokumentation mit vierjähriger Erfahrung als Bibliotheksleiterin.

«Ich hätte mir zugetraut, die Bibliothek zu führen. Während meiner 14-jährigen Tätigkeit habe ich mir detaillierte Kenntnisse von unserer Bibliothek angeeignet», sagt Brigitte Gut. Die jetzige Bibliotheksleiterin Regula Odermatt bestätigt ihre fundierten Fachkenntnisse und lobt darüber hinaus die Teamfähigkeit und Führungsqualität ihrer Stellvertreterin. Dass sie nicht ihre Nachfolgerin wurde, liegt ihrer Ansicht nach in der Fehleinschätzung des Amtsleiters Lukas Vogel.

Urs Rüttimann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.