KANTONSGERICHT: Tatort Bahnhof: Nur mit Glück am Tod vorbei

Im Winter 2006 rammte ein junger Mann nachts beim Bahnhof Stans einem Jugendlichen ein Messer in den Rücken. Am Dienstag stand der Täter vor Gericht.

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«Es tut mir sehr leid und ich entschuldige mich beim Opfer»: Dies sagte der Messerstecher M. S.* zu Beginn der Verhandlung, als er zum Vorfall befragt wurde. Nur 3 Meter entfernt sass der damals 17-jährige P. K.*, der noch heute Schmerzen verspürt.

Es war am 2. Dezember 2006. Nach einem Besuch des Trychlerfestes in Emmetten fuhr M. S., damals 20 Jahre alt, mit Autostopp zum Bahnhof Stans. Dort traf er zwischen 0.30 Uhr und 1 Uhr nachts ein. Auf dem Bahnhofplatz wandte er sich an den Chauffeur des Nachtbusses und erfuhr, dass keine Züge mehr in den Aargau fahren. Darauf begab sich der Angeklagte zu vier Jugendlichen aus Nidwalden. Gemäss übereinstimmenden Aussagen hat M. S. die Nidwaldner als «Scheiss-Hip-Hopper» beschimpft und dem erstbesten Jugendlichen die Faust ins Gesicht geschlagen. Höhepunkt der Prügeleien: M. S. zückte ein Klappmesser mit einer 8 Zentimeter langen Klinge und stach P. K. damit in den Rücken.

Das Urteil: 14 Monate, schuldig in allen Punkten, sowie eine unbedingte Geldstrafe von 4500 Franken.

Kurt Liembd

* Namen der Redaktion bekannt.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.