Kantonspolizei Nidwalden beschlagnahmt bei Wolfenschiessen frisierte Mofas von sieben jungen Männern

Eine Gruppe von jungen Männern wurde am Samstagnachmittag von der Kantonspolizei Nidwalden kontrolliert. Es stellte sich heraus, dass alle Zweiräder nicht den technischen Vorschriften entsprachen. Laut der Kantonspolizei kein Einzelfall – sie will die Kontrollen verschärfen.

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(pz) Die Gruppe Mofafahrer verkehrte über längere Zeit auf der Oberrickenbachstrasse in Wolfenschiessen. Dabei fielen sie Anwohnern aufgrund der übersetzten Geschwindigkeit und der relativ hohen Lärmimmissionen auf, worauf diese die Polizei informierten. Die sieben Männer konnten anschliessend durch die ausgerückte Polizeipatrouille zur Rechenschaft gezogen werden, wie aus einer Mitteilung der Kantonspolizei Nidwalden hervorgeht. Alle Fahrzeuge waren mit Rennsätzen ausgestattet und werden nun einer genaueren Expertise unterzogen. Zudem erfolgt für die Lenker eine Anzeigeerstattung an die Staatsanwaltschaft Nidwalden.

Laut Kantonspolizei Nidwalden kein Einzelfall

Beim gestrigen Ereignis handelt es sich nicht um einen Einzelfall, führt die Kantonspolizei Nidwalden aus. Bereits seit längerer Zeit musste die Polizei immer wieder Mofas sicherstellen, welche mit unerlaubten Änderungen und Anbauteilen im öffentlichen Verkehr unterwegs waren. «Die mehrheitlich jugendlichen Lenker sind sich oft nicht bewusst, in welche Gefahr sie sich damit begeben», schreibt die Kantonspolizei Nidwalden. Einerseits reiche die Bremsverzögerung mit übersetzter Geschwindigkeit nicht mehr aus, um eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug oder einem Fussgänger zu verhindern. Andererseits würde die Erfahrung fehlen, weil die Fliehkräfte in Kurven viel grösser seien. Zudem seien die Zweiräder nicht für solche Geschwindigkeiten und Kräfte ausgelegt.

Kontrolltätigkeit wird verschärft

Des Weiteren sei den Lenkern die Konsequenzen bei einem Unfall nicht bekannt, sofern das Fahrzeug nicht den technischen Vorschriften entspricht. Nebst möglichen Verletzungen sind solche Ereignisse mit Anzeigen, Administrativmassnahmen und Regressen der Versicherung verbunden, heisst es in der Mitteilung. Laut der Kantonspolizei Nidwalden bedeuten abgeänderte Mofas auch für andere Verkehrsteilnehmer eine zusätzliche Gefahr. Speziell beim Einmünden oder Abbiegen würden Dritte oft überrascht werden, wenn ein schnelles Mofa unverhofft vor einem auftauchen würde. Auch werde der Überholweg deutlich länger. Laut Kantonspolizei Nidwalden wird aufgrund der deutlichen Zunahme von nichtbetriebssicheren Motorfahrrädern die Kontrolltätigkeit in diesem Bereich verschärft.