KANTONSSPITAL: Für das Spital gibts grosse Baupläne

Undichte Fenster im Haus fürs Personal, kein Platz für Privatpatienten und Sprechstunden der Oberärzte: Die Nidwaldner Regierung will am Spital Stans investieren.

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Der Nidwaldner Gesundheitsdirektor Leo Odermatt. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Der Nidwaldner Gesundheitsdirektor Leo Odermatt. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Noch weiss die Nidwaldner Regierung nicht, wie viel Geld der Kanton in die Hand nehmen muss, um das Kantonsspital zu sanieren und um- und auszubauen, so wie es die Regierung und der Spitalrat planen. Um das abklären zu lassen, beantragt sie im Herbst dem Landrat 350'000 Franken für die Detailprojektierung.

«Die Regierung erachtet jedoch 8 Millionen Franken als Obergrenze», sagt Gesundheitsdirektor Leo Odermatt. Ziel ist, die Details früh genug zu erhalten, damit der Nidwaldner Landrat noch im ersten Halbjahr 2009 über die Baukosten entscheiden kann.

Geplant ist im Detail:

  • Neue Privatstation: Im vierten Obergeschoss will man mit einem Umbau ein «gutes und konkurrenzfähiges Angebot für Privatpatienten» schaffen, wie es Leo Odermatt formuliert. Wieder mehr Privatpatienten nach Stans holen zu können, ist eines der wichtigsten Ziele in der Nidwaldner Spitalstrategie.
  • Um- und Ausbau: Im Untergeschoss sind durch die Auslagerung der Wäscherei nach Obwalden Räume frei geworden, die man neu für die Apotheke und das Labor nutzen will. Die so frei werdenden Räume im Erdgeschoss sind «für dringende Erweiterungen» vorgesehen.  Ferner soll es mehr Untersuchungsräume und mehr Platz für Sprechstunden der Kaderärzte geben. Schliesslich will man die Notfallstation erweitern und ein Pavillon-Provisorium für Büroräumlichkeiten erstellen. 
  • Sanierung Personalhaus: «Massive bauliche Mängel» weist laut Regierung das Personalhaus auf der dem Spital gegenüberliegenden Strassenseite auf. «Die Probleme mit den verwitterten und undichten Fenstern, der Dachabdichtung und Entwässerung, aber auch mit den innen liegenden Abwasserleitungen nehmen zu», schreibt die Regierung. 

«Wir investieren im Personalhaus nur in den nötigsten Unterhalt, aber nicht mehr», sagt Odermatt. Langfristig sei diese Parzelle für den Kanton interessant für eine neue Nutzung. Persönlich glaubt er: «Wir werden als Kanton nie mehr ein eigenes Personalhaus bauen.» Das Gebäude soll darum im Rahmen der Abklärungen erneut wie schon vor ein paar Jahren einer Gesamtbeurteilung unterzogen werden.

Markus von Rotz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.