Kapuzinerkloster Stans: Parteien warten ab

Mondobiotech wird übernommen. Die Regierung sieht im Moment keinen Handlungsbedarf.

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Mondobiotech war bisher nicht in der Lage, die Renovation des Kapuzinerklosters in Angriff zu nehmen. (Bild: Archiv Neue NZ)

Mondobiotech war bisher nicht in der Lage, die Renovation des Kapuzinerklosters in Angriff zu nehmen. (Bild: Archiv Neue NZ)

Die Firma Mondobiotech, die seit 2008 die Räumlichkeiten des ehemaligen Kapuzinerklosters in Stans nutzt, wird von der italienischen Pharmafirma Pierrel Spa übernommen. Ein weiteres Kapitel in der Geschichte um Mondobiotech, die mit viel Hoffnung gestartet war, dann jedoch in eine grosse Krise geriet, wird somit aufgeschlagen. Der Nidwaldner Landrat hatte 2008 beschlossen, das Stanser Kloster der Mondobiotech für ihre Forschungsarbeiten zur Verfügung zu stellen. Ein Baurechtsvertrag über 60 Jahre wurde ausgehandelt.

Der Kanton stehe in regelmässigem Kontakt mit den Verantwortlichen der Firma, sagt Volkswirtschaftsdirektor Gerhard Odermatt. Um das ehemalige Kapuzinerkloster macht sich Odermatt keine Sorgen: «Das Hochbauamt hat Ende des letzten Jahres einen Bericht verfasst, der positiv ausgefallen ist.» Vom Kanton sei die Nutzung des Klosters damals als vertretbar eingestuft worden. «Es war wichtig, dass die Liegenschaft nicht in die Hände von Spekulanten fällt», hält Odermatt fest. Im Verlauf der Zeit seien dann auch bei der Regierung erste Zweifel aufgekommen. Der neue Hauptaktionär zeige mindestens, dass Mondobiotech interessant sei für eine Übernahme. Seiner Meinung nach sollte man die Firma jetzt arbeiten lassen. «Es könnte ja noch eine positive Entwicklung geben.»

Martin Uebelhart