KASERNE WIL: Keine Strafe für Nidwaldner Waffendieb

Ein 28-jähriger Nidwaldner hat im grossen Stil Waffen entwendet. Für diese Taten muss er sich strafrechtlich jedoch nicht verantworten.

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Ein auf dem Waffenplatz Wil stationierter Piranha-Panzer. (Bild pd)

Ein auf dem Waffenplatz Wil stationierter Piranha-Panzer. (Bild pd)

Der Fall hatte in der Schweiz für Aufsehen gesorgt: Im Herbst 2004 waren aus der Kaserne Wil in Oberdorf eine ganze Reihe militärischer Waffen und Zubehör gestohlen worden. Unter anderem wurden zwei Maschinengewehre aus zwei Piranha-Radschützenpanzer entwendet. Der Täter – der mittlerweile 28-jährige Nidwaldner A. H.* – war zudem in die Schützenhäuser Herdern in Ennetbürgen und Hostetten in Oberdorf eingedrungen und hatte Gewehre und Patronen mitgehen lassen.

Täter muss Schadenersatz zahlen
Jetzt liegt das Urteilsdispositiv des Kantonsgerichts Nidwalden vor. Ein psychologisches Gutachten hat ergeben, dass A. H. wegen einer psychischen Erkrankung schuldunfähig ist. Daher werden die Strafverfahren eingestellt. Das Kantonsgericht hat eine stationäre therapeutische Massnahme in einer geschlossenen Einrichtung angeordnet.

Die Vergehen haben für A. H. finanzielle Konsequenzen, wie aus dem Urteilsdispositiv hervorgeht. Er muss Schadenersatz in der Höhe von gut 70'000 Franken bezahlen und einen Teil (25'000 Franken) der amtlichen Kosten tragen. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Geri Wyss

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.