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KEHRSITEN: Alle Fraktionen wollen Ausweichstellen

In Sachen Ausweichstellen auf der Kehrsitenstrasse ist der Landrat anderer Meinung als die Regierung. Er findet die Mehrkosten gerechtfertigt – wegen der Sicherheit.
Matthias Piazza
Die Kehrsitenstrasse beim Abschnitt Fischeregg. (Bild: Corinne Glanzmann (Stansstad, 16. April 2014))

Die Kehrsitenstrasse beim Abschnitt Fischeregg. (Bild: Corinne Glanzmann (Stansstad, 16. April 2014))

Es scheint, dass die Kehrsiter doch noch zu ihren vier zusätzlich geforderten Ausweichstellen auf der Kehrsitenstrasse kommen, obwohl sie der Regierungsrat aus Kostengründen aus dem Sanierungsprogramm gestrichen hat. Sämtliche vier Landratsfraktionen haben sich an ihrer Fraktionssitzung vom vergangenen Mittwoch für die Ausweichstellen ausgesprochen – genauso wie die landrätliche Kommission für Bau, Planung, Landwirtschaft und Umwelt (BUL) und die Finanzkommission davor (siehe Ausgabe vom 17. Juni).

«Die Mehrkosten von 2,5 Millionen Franken sind gerechtfertigt im Interesse der Sicherheit», sagt Bruno Christen, Chef der CVP-Fraktion, welche sich grossmehrheitlich für eine Sanierung mit Ausweichstellen ausgesprochen hat. «Wenn man schon die Strasse ein ganzes Jahr lang für die aufwendige Sanierung sperrt, kann man es auch gleich richtig machen.» Mit der Eröffnung der Bürgenstockbahn und des Bürgenstock-Resorts diesen Sommer rechnet Bruno Christen mit noch mehr Ausflüglern. Aus eigener Erfahrung als Getränkelieferant wisse er, wie umständlich und gefährlich wegen der Fussgänger und Velofahrer ein Rückwärtsmanöver sein könne, wenn ein anderes Auto entgegenkomme.

Auch die FDP-Fraktion hat sich für die Maximalvariante ausgesprochen – und zwar einstimmig. «Wir schwimmen nicht im Geld. Doch bei allem Verständnis für die Sparbemühungen der Regierung sind wir der Meinung, dass wir uns diese Mehrkosten leisten sollen. Es geht schliesslich um die Sicherheit», meint Fraktionschef Sepp Durrer.

Mehrverkehr sei eine andere Frage

«Wir sind nicht grundsätzlich für den Strassenausbau, doch nach einer Diskussion haben wir uns einstimmig für die Ausweichstellen entschieden, um gefährliche Rückwärtsmanöver vermeiden zu können», sagt Grüne-Präsident und Mitglied der SP-/Grüne-Fraktion Leo Amstutz. Die Frage nach dem Mehrverkehr habe mit dem Ausbau nichts zu tun, sondern eher mit der Umsetzung des faktischen Fahrverbots für Auswärtige. Nur Anwohner und Auswärtige mit einer Spezialbewilligung dürfen die Kehrsitenstrasse mit dem Auto befahren.

«Im Sinne einer Güterabwägung sprach sich die gesamte Fraktion für die Mehrkosten aus, um die Ausweichstellen finanzieren zu können. Alles andere wäre am falschen Ort gespart», sagt SVP-Fraktionschef Martin Zimmermann. Der Landrat befindet an seiner nächsten Sitzung vom 28. Juni über das Geschäft.

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

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