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KEHRSITEN: Erinnerung an die Linde bleibt wach

«Marien-Linde» heisst die Skulptur, die am Wochenende eingeweiht wurde. Es ist eine Hommage an die 2013 gefällte Linde.
Roland Hügi
Die Skulptur erinnert in ihren Dimensionen an die alte Kehrsiter Linde. (Bild Roland Hügi)

Die Skulptur erinnert in ihren Dimensionen an die alte Kehrsiter Linde. (Bild Roland Hügi)

Vor zweieinhalb Jahren musste die rund 200 Jahre alte Kehrsiter Marienlinde direkt hinter der Kapelle Kehrsiten aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Es war ein denkwürdiger Moment, prägte der riesige Baum doch über Generationen hinweg das Kehrsiter Ortsbild. Am Samstag nun feierte «die alte Dame», wie sich Kapellratspräsidentin Petra Barmettler ausdrückte, eine Auferstehung: in Form einer grossen Lindenskulptur direkt neben der Kapelle.

Zufall spielte mit

Als vor zweieinhalb Jahren der Lindenstamm vom Trienger Holzbildhauer Andreas Felber aus Kehrsiten abtransportiert wurde, war die Geschichte der 200-jährigen Linde eigentlich bereits abgeschlossen. Auf Umwegen kam jedoch dem Kehrsiter Kapellrat zu Ohren, dass der hohle Lindenstamm als Kunstwerk einen Verkehrskreisel in Triengen schmücken sollte. «Das geht gar nicht!», sagte sich damals der Kehrsiter Kapellrat. «Und so entwickelten wir die Idee für eine Skulptur in Kehrsiten», so Petra Barmettler bei der Einweihung. Den Auftrag dafür erhielt Andreas Felber.

«Ich mag mich erinnern, wie ich einst mit Ehrfurcht vor der riesigen Linde stand, die 2013 gefällt wurde», führte der Künstler am Samstag aus. «Für mich war denn auch klar, dass die Skulptur eine entsprechende Grösse haben muss, um dem alten Baum die Ehre zu erweisen.» In der Tat lassen die Dimensionen der Skulptur aufhorchen: Sie ist mehr als vier Meter hoch und bringt ein Gewicht von rund zweieinhalb Tonnen auf die Waage.

Zwei schützende Stammhälften

Die Skulptur «Marien-Linde» besteht hauptsächlich aus zwei mächtigen Hälften des alten, hohlen Lindenstamms. Sie ummanteln schützend ein ebenfalls in Lindenholz geschnitztes Marienbild. Ein stilisiertes Fischernetz am oberen Rand der Skulptur erinnert an die beiden Kehrsiter Fischer, denen Maria vor mehr als 400 Jahren an den Ufern des Sees am Bürgenberg erschienen war.

Wie sehr der Kehrsiter Bevölkerung die alte Linde am Herzen lag, zeigten die 100 Personen, die am Anlass teilnahmen. Viele von ihnen zeigten sich auch finanziell grosszügig und erstanden für den Betrag von 500 Franken einen namentlich gravierten Kehrsiter Hartstein. Die Steine werden nun am Fuss des Kunstwerks einbetoniert. Die Kehrsiter Kapellvögtin Monika Rebhan Blättler zeigte sich denn auch überwältigt von der Grosszügigkeit der Bevölkerung. Zwar dürften die Kosten für das Werk etwas über dem Kostenvoranschlag von 30 000 Franken liegen. «Aber praktisch sämtliche Kosten sind über Spenden gedeckt.»

Roland Hügi

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