KEHRSITEN: Seile der Bürgenstockbahn bald Hängebrücken?

Die Bürgenstockbahn wird zurzeit saniert. Die abgebauten Zugseile haben ausgedient. Aber nicht für immer. Sie warten auf einen neuen, besonderen Einsatz

Rosemarie Bugmann
Drucken
Teilen
Zwei Beispiele aus Myanmar, wie aus Zugseilen Brücken entstehen. Unten rechts ist Brückenbauer Toni Rüttimann zu sehen. (Bild: PD)

Zwei Beispiele aus Myanmar, wie aus Zugseilen Brücken entstehen. Unten rechts ist Brückenbauer Toni Rüttimann zu sehen. (Bild: PD)

Zugseile vom Bürgenstock in Asien? Das könnte bald Realität sein, denn ausrangierte Seilbahnseile landen nicht automatisch im Alteisen. Oft werden sie weiter verwendet. Das trifft auch für die abgebauten Seile der Bürgenstockbahn zu. «Eventuell kommen sie nach Burma, eventuell nach Indonesien» sagt Martin Jakob von der Jakob AG Trubschachen. Die Firma ist auf Drahtseile spezialisiert. Jetzt sind die rund 1000 Meter Seile der Bürgenstockbahn in ihrem Zwischenlager in Hasle-Rüeggsau, aufgeteilt in drei Stücke von je rund 300 Metern. «Mitte August oder im September werden sie verschifft», fährt Jakob fort. Wohin genau, hängt von der Bestellung von seinem Freund Toni Rüttimann ab.

Brücken können Leben retten

Toni Rüttimann oder «Toni el Suizo», wie er weltweit genannt wird, hat sein Leben dem Bauen von Brücken gewidmet. Genauer: von Hängebrücken in verschiedenen Ländern. Damit ermöglicht er armen Leuten den Zugang zur nächsten Stadt oder zum nächsten Spital. Rüttimann hat keine Organisation oder Firma im Rücken. Er arbeitet auf freiwilliger Basis. Die Unkosten werden von Spenden gedeckt.

Zurzeit stehen 62 Brückenprojekte auf seiner Warteliste, 38 sind im Bau und 631 fertig gestellt, vor allem in Südamerika und Asien.

Den ausführlichen artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung oder als Abonnent/in kostenlos im E-Paper.