KEHRSITEN: Sicherungsmassnahmen aufwendiger als geplant

Die Felssicherung zwischen Stansstad und Kehrsiten ist aufwendiger als erwartet und dauert deshalb länger als geplant. Wie die Baudirektion Nidwalden am Mittwoch mitteilte, können die Arbeiten nicht schon Anfang August abgeschlossen werden.

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Im Februar 2011 donnert dieser Brocken auf die Kehrsitenstrasse. Verletzt wurde niemand. (Bild: Kapo Nidwalden)

Im Februar 2011 donnert dieser Brocken auf die Kehrsitenstrasse. Verletzt wurde niemand. (Bild: Kapo Nidwalden)

Zwischen Stansstad und Kehrsiten drohte ein 17 Meter hoher und 720 Tonnen schwerer Felsturm auf die Strasse zu stürzen. Der gefährlichste Teil des Turms bei der Fischeregg sei abgebaut, teilte die Baudirektion mit.

Probleme bereitet aber der Fuss des Felsturmes. Diese stark zerrissene Zone sei tiefgründiger verwittert als angenommen. Es seien deshalb umfangreichere Sicherungsmassnahmen nötig als vorgesehen, teilte die Baudirektion mit. Diese wirkten sich auch auf den Fahrplan der Bauarbeiten aus.

Während den Sicherungsarbeiten wird der Verkehr auf der Kehrsitenstrasse durch einen Schutztunnel geführt, der Ende April/Anfangs Mai eigens errichtet worden war. Geplant war, den Tunnel zwischen dem 4. und 8. August abzubauen. Diese Arbeiten werden nun auf die Woche vom 29. September bis 3. Oktober verschoben.

Während des Rückbaus des Tunnels wird die Kehrsitenstrasse komplett gesperrt. Für den Personenverkehr wird ein Schiff im Stundentakt Kehrsiten mit Stansstad verbinden. Zudem zirkuliert fünf Mal täglich ein Lastschiff. Dasselbe Regime hatte bereits beim Aufbau des Tunnels gegolten.

Erschliessung mittels Schiffsverkehr

Die Erschliessung von Kehrsiten erfolgt während den Totalsperrzeiten für den Personenverkehr wiederum via Personenschiff und für den Materialtransport via Lastschiff. Ersteres fährt um 05.30 Uhr ab Kehrsiten (Seehotel Baumgarten) und um 06.00 Uhr ab Stansstad (Bucher-Steg neben SGV) im Stundentakt bis Mitternacht. Das Lastschiff zirkuliert zwischen 06.45 Uhr bis 17.45 Uhr zwischen dem Industriehafen in Stansstad und dem Steinbruch Zingel fünfmal täglich. Das Lastschiff steht ausserdem für Notfälle zur Verfügung.

sda/kst