Keine Aufnahmeprüfung für das Kollegi in Stans

Primarschüler, die an die Mittelschule in Stans wollen, müssen weiterhin keine Aufnahmeprüfung machen. Der Landrat hat am Mittwoch eine Motion von Remo Bachmann (SVP) zur Wiedereinführung der Prüfung mit 38 zu 19 Stimmen abgelehnt.

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Das Kollegi in Stans. (Bild: Archiv Matthias Piazza / Neue NZ)

Das Kollegi in Stans. (Bild: Archiv Matthias Piazza / Neue NZ)

1988 schuf Nidwalden die Aufnahmeprüfung für das Kollegium ab, weil bei der Prüfung die Tagesform eine zu grosse Rolle spiele. Heute können jene Sechstklässler ans Kollegium, die einen Durchschnitt von 5,2 in den Hauptfächern haben und die vom Hauptlehrer empfohlen werden.

Die SVP führte an, dass die Abschaffung der Prüfung zu einem Anstieg der Schülerzahlen und der Maturitätsquote geführt habe. Toni Niederberger (SVP) sagte, die Mittelschule solle für die besten Schüler reserviert sein. Wer eine Prüfung nicht bestehen könne, werde Mühe im Leben haben.

Nidwalden im Schnitt

Tobias Käslin (FDP) sagte, die Nidwaldner Maturitätsquote liege mit 19,8 Prozent im Schweizer Durchschnitt. Die Quote sei zwar gestiegen, doch hänge dies auch mit der Gleichstellung, dem sozialen Wandel in der Bevölkerung und der Abschaffung der Seminare zusammen.

Wendelin Waser (CVP) forderte, dass die Aufnahmeprüfung in der Mottenkiste bleibe. Das Kollegium brauche den Vergleich mit anderen Mittelschulen nicht zu scheuen. Eine Aufnahmeprüfung bringe nur Aufwand und keinen Nutzen. Bildungsdirektor Res Schmid pflichtete dem bei. Mit einer Aufnahmeprüfung könne die Qualität der Schule nicht verbessert werden.

Änderungen wird es dennoch geben. Schmid kündigte an, dass die Promotionsbedingungen während den ersten drei Semestern der Mittelschule verschärft würden. Demnach ist in dieser Zeit eine Zurückversetzung nicht mehr möglich.

sda