Keine Geburtszulagen in Nidwalden

In Nidwalden erhalten Eltern bei der Geburt oder Adoption eines Kindes keinen finanziellen Zustupf. Der Landrat hat am Mittwoch eine Motion von Rochus Odermatt (SP) mit 49 zu 6 Stimmen abgelehnt, der eine Zulage von 1000 Franken forderte.

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Im Kanton Nidwalden gibt es keine Geburtszulage. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Im Kanton Nidwalden gibt es keine Geburtszulage. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Stans. Odermatt wollte, dass Mütter, die bei der Geburt des Kindes seit mindestens neun Monaten in der Schweiz leben und in Nidwalden wohnen, eine Zulage erhalten. Eine analoge Zulage sollte es auch für Adoptiveltern geben.

Er sei sich bewusst, dass eine einmalige Zulage keine Familie vor der Armut schütze, sagte Odermatt. Es gehe vielmehr um eine Starthilfe. Bereits zehn Kantone würden eine Geburtszulage kennen. Die Einführung wäre ein Zeichen für einen familienfreundlichen Kanton.

SVP, CVP, FDP und die Regierung lehnten die Motion ab. Regierungsrätin Yvonne von Deschwanden sagte, eine Geburtszulage würde im Giesskannenprinzip ausgeschüttet. Es würden nicht nur ärmere Eltern profitieren.

Mehrere Votanten wiesen darauf hin, dass das System der Familienzulagen im Kanton Nidwalden gut ausgebaut sei. Mit 240 Franken pro Kind und Monat würden im gesamtschweizerischen Vergleich relativ hohe Zulagen gewährt. Der neue kleine Erdenbürger brauche die 1000 Franken nicht, sagte Susanne Trüssel (FDP). (sda)