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KERNS: Gute Stimmung bei den Biobauern

Der Biomarkt befindet sich im Aufwind. Davon profitieren auch die Obwaldner und Nidwaldner Biobauern. Allerdings verschärft Bio-Suisse die Zusatzfütterung.
Zufriedene Gesichter an der Generalversammlung der Biovereinigung Ob- und Nidwalden. (Bild: Richard Greuter (Kerns, 22. Februar 2018))

Zufriedene Gesichter an der Generalversammlung der Biovereinigung Ob- und Nidwalden. (Bild: Richard Greuter (Kerns, 22. Februar 2018))

Richard Greuter

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

«Im Moment stehen die Zeichen auf Wachstum.» Mit dieser Aussage bekräftigte der Präsident der «Bio Bauern Ob- und Nidwalden» Willi Ambauen die aktuelle Stimmung auf dem Biomarkt. Während sich die übrige Landwirtschaft mit den Marktöffnungsabsichten des Bundesrates und dem Milchpreis schwertut, gehören die Biobauern zu den Gewinnern. Der Marktanteil an Bioprodukten im Lebensmittelmarkt beträgt schweizweit mindestens 15 Prozent, sagte Willi Ambauen am vergangenen Donnerstag den rund 100 Biobauern an der Generalversammlung auf dem Betrieb Bord von Yvonne und Toni Ettlin hoch über Kerns.

Gemäss Präsident sind 25 Prozent der Schweizer Bauern biozertifiziert. In Obwalden sind es 30 und in Nidwalden 15 Prozent Landwirtschaftsbetriebe, die nach der Knospe arbeiten. «Ihr habt es geschafft», freute sich auch Andreas Egli, Vorsteher vom Amt für Landwirtschaft und Umwelt Nidwalden: «Was ihr macht, ist gut fürs Image.»

Sorgenkind Biofleisch im Aufwind

Wie in den Agrarmedien in der vergangenen Woche berichtet wurde, verzeichnet die Schweiz weltweit den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Bioprodukten. Coop feiert 25 Jahre Naturaplan und beabsichtigt, den Umsatz an Bioprodukten in den nächsten sieben Jahren zu verdoppeln. Selbst Hartdiscounter drängen auf den Biomarkt. Stark verbessern konnte sich der schwächelnde Markt von Biofleisch. Christian Schneider, Fleischeinkäufer bei Linus Silvestri AG, sucht 1000 zusätzliche Mastplätze für die Produktion von Rind- und Ochsenfleisch. Willi Ambauen sieht da eine grosse Chance für die tierlastigen Betriebe im Vereinsgebiet: «Das soll Ansporn sein, um dem wachsenden Markt gerecht zu werden.»

Der aktuelle Mitgliederbestand beträgt 234 Mitglieder. Neu kamen 13 Umstellungsbetriebe dazu. «Wir schätzen es sehr, wenn neue Betriebe zu uns in den Biolandbau kommen. Es ist aber wichtig, dass das aus Überzeugung zum Biolandbau passiert», meinte Willi Ambauen zu den neuen Biobauern.

Konsument will einheimische Produkte

Die Bio-Suisse, die Dachorganisation der Knospenbetriebe, beabsichtigt, die Zusatzfütterung der Wiederkäuer (Rindvieh) strenger zu regeln. So sollen auch die Obwaldner und Nidwaldner Biobauern ihren Tieren künftig nur noch schweizerisches Zusatzfutter nach den Regeln der Bio-Suisse verfüttern. Für Kurt Sigrist, Mitglied vom Biomilchring Zentralschweiz eine Chance: «Der Konsument will das. Der fragt nicht, ob die Milch 20 oder 40 Rappen mehr kostet.»

Seit 10 Jahren findet in Zug anfangs September jeweils der Markt «O sole Bio» statt. Laut Mathe Degelo kamen im vergangenen Jahr 3000 Besucher nach Zug. Degelo forderte die Biobauern auf, sich vermehrt an diesem Markt zu beteiligen. Zugelegt hat auch die Vermarktungsplattform Regio-Fair. Die Verkaufspalette beträgt inzwischen 1800 Bioprodukte. Vier Mal mehr als noch vor sechs Jahren. Die Anzahl Verkaufsstellen hat sich in der gleichen Zeitspanne auf 180 verdoppelt.

Erfolgreiche Stallvisite in Ennetmoos

Die Traktanden wurden einstimmig genehmigt. Kassier Toni Ettlin präsentierte eine ausgeglichene Rechnung mit einem Aufwand von rund 16000 Franken. Präsident Willi Ambauen und Toni Ettlin wurden in ihren Ämtern bestätigt. Vorstandsmitglied Martin von Holzen möchte zum bestehenden Arbeitskreis Milchproduktion einen Arbeitskreis Mutterkuhhaltung aufbauen.

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