Ein besonderes Ferienerlebnis ob Ennetmoos: Kinder erforschen den Wald

Auf dem Mueterschwandenberg begeben sich 22 Kinder auf eine spannende Spurensuche. Gemeinsam wurde geforscht und gesammelt.

Sepp Odermatt
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Heiri (Martina Herger) animiert Kinder zum Forschen und zur Spurensuche.

Heiri (Martina Herger) animiert Kinder zum Forschen und zur Spurensuche.

Bild: Sepp Odermatt (Ennetmoos, 9. Juli 2020)

Heiri, der Forscher, mag den Sommer nicht. Die Hitze macht ihm zu schaffen und diese ekligen Mücken ärgern ihn! In einem kleinen Theaterspiel erfuhren die Kinder, wie «Heiri» (Martina Herger) sich nach einer Erfrischung beruhigt hatte, sich auf den Weg machte und einen Dachskopf fand. Stolz zeigte er ihn dem interessierten Publikum. Jetzt begann die Spurensuche. Gemeinsam wurde geforscht und gesammelt.

Voller Begeisterung waren die Kids zwischen fünf und elf Jahren zum Forschertag im Vorsässwald auf den Mueterschwandenberg ob Ennetmoos gekommen. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Priska Schwitter vom Erlebnis-Hof Vorsäss leitete zusammen mit ihrer Kollegin Martina Herger dieses Projekt. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Feriengestaltung für Kinder Schweiz hatten die beiden Kindergartenlehrpersonen ein tolles Programm vorbereitet.

Ein halbes Museum von Fundgegenständen

Nach dem Eintreffen im Wald sammelten die Kinder Holz, legten die Stecklein ins Feuer und stellten sich kurz vor. Dann kriegten alle zur Erfrischung einen Lindenblüten-Melonen-­Tee und ein Früchtespiessli, bevor die grosse Forscherarbeit begann. Es dauerte keine Minute und schon wurde Priska Schwitter von den jungen Forschern umlagert. «Ich habe einen richtigen Knochen gefunden. Und hier liegt ein schönes Schneckenhaus. Den Pilz lasse ich stehen und lege ein gelbes Band zur Bezeichnung hin. Das ist etwas ganz Komisches», tönte es von den erfolgreichen Kindern, welche ihre Fundgegenstände sorgfältig auf ein grosses, weisses Tuch legten. Die Leiterin packte einige Bücher aus, mit deren Hilfe die älteren Forscher die Funde bestimmen konnten. Schliesslich wurden die Gegenstände präsentiert und darüber berichtet.

Ein reichhaltiges Sommersäckli für Kinder

Statt zu Hause am Mittagstisch stillten die Mädchen und Knaben den Hunger mit einem leckeren Pizzaspiess, einem Risotto und Crêpes am Feuer. Nach dem Abwaschen und freien Spielen warteten tolle Angebote auf die Kleinen. Unter der kundigen Anleitung der beiden Betreuerinnen bereiteten die Kinder gemeinsam eine Spitzwegerich-Mückensalbe zu. Schliesslich gab es ein Sommersäckli, das selber mit Pflanzen bedruckt werden durfte. Da kam allerlei hinein: die Mückensalbe, der Räucherstock, eine selbstgegossene Mückenkerze mit Citronella-Geschmack, gesammelte Lindenblüten und vieles mehr.

Nach der Verabschiedung am frühen Abend schwärmte Priska Schwitter. Sie war über den gelungenen Forschertag sehr zufrieden und erzählte: «Ich bin fasziniert, dass wir es geschafft haben, trotz des grossen Altersunterschiedes der Kinder alle zu packen. Sie waren motiviert und haben systematisch und selbstbestimmt geforscht und dabei viel gelernt. Es machte richtig Spass!»