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Reformierte Kirche Nidwalden will bessere Strukturen

In seinen letzten zwei Amtsjahren will der Präsident der Evangelisch-Reformierten Kirche Nidwalden Verantwortung und Kompetenzen neu regeln. Dazu wird ein Experte der Hochschule Luzern beigezogen.
Richard Greuter
Präsident Wofgang Gaede (links), das neu gewählte Mitglied Diana Hartz, die im Amt bestätigte Vizepräsidentin Esther Hug und der wiedergewählte Pfarrer Ulrich Winkler. (Bild: Richard Greuter (Stansstad, 28. Mai 2018))

Präsident Wofgang Gaede (links), das neu gewählte Mitglied Diana Hartz, die im Amt bestätigte Vizepräsidentin Esther Hug und der wiedergewählte Pfarrer Ulrich Winkler. (Bild: Richard Greuter (Stansstad, 28. Mai 2018))

«Wie leiten wir die Evangelisch-Reformierte Kirche Nidwalden? Wer spielt welche Rolle? Wer sagt, wo’s lang geht?» Diese rhetorischen Fragen stellte der wiedergewählte Präsident Wolfgang Gaede am Montagabend bei der ordentlichen Kirchgemeindeversammlung im Ökumenischen Kirchgemeindehaus Stansstad. Er gehe in seine vierte und letzte Amtszeit und möchte einige Gedanken äussern, meinte Gaede und fokussierte sich auf die Führungsstruktur. Die Evangelisch-Reformierte Kirche wird getragen durch den Kirchenrat, die Kirchenpflege der Kirchenkreise Hergiswil, Buochs und Stans sowie den Pfarrkonvent. Höchstes Organ sei die Kirchgemeindeversammlung, sagte Wolfgang Gaede.

Doch aus seiner Sicht ist die Verantwortung und Kompetenz unter diesen Gremien nicht geregelt. «Unsere Organisation ist ein Schönwettermodell,» so sein Fazit. Die Folge seien langsame Wege und mühsame Diskussionen. «Wir müssen eine Struktur finden, in der Kompetenzen und Verantwortlichkeiten klar geregelt sind», präzisierte Präsident Gaede. Um die Reformierte Kirche fit für die Zukunft zu machen, will der Kirchenrat einen Experten der Hochschule Luzern beiziehen, der den Zustand analysiert, und in zwei Jahren aufzeigen, wie es weitergeht. Dabei erwähnte Präsident Gaede, dass sich die neue Verfassung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes auf der Zielgeraden befindet. Gegenüber unserer Zeitung verriet er, dass Bestrebungen des Präsidenten Gottfried Locher, auch die geistige Führung als eine Art Bischof zu übernehmen, vom Tisch sind.

Um angemessene und faire Löhne zu zahlen, erstellte der Kirchenrat Lohnbänder. Neu sind in Tabellen Lohnbereiche gemäss Qualifikationen festgelegt. Laut Kassier Max Marthaler wurden Zahlen aus dem Kanton Luzern zugezogen.

Wie dem Rechenschaftsbericht weiter zu entnehmen war, befasste sich eine Kommission mit dem Entschädigungsreglement. Dies sei allerdings noch in der Vernehmlassung. Um den Kirchenrat zu entlasten, wurde die Stelle einer Administrativen Assistentin eingerichtet und mit der ehemaligen Kirchenschreiberin Barbara Merz besetzt. Neue Kirchenschreiberin ist Cornelia Odermatt.

Statt budgetiertes Verlusts resultiert ein Gewinn

Die Rechnung weist einen Gewinn von rund 230'000 Franken auf. Budgetiert war ein Verlust von 60'000 Franken. Laut Max Marthaler führten höhere Steuern und weniger Betriebsaufwand zu dieser Differenz. Wie der Präsident wurde auch Vizepräsidentin Esther Hug bestätigt. Die Kirchenratsmitglieder Ruth Schär und Stephan Zimmerli traten zurück. Als Ersatz für Zimmerli wählte die Versammlung Diana Hartz aus Hergiswil in den Kirchenrat. Der Sitz von Schär bleibt vakant. Auf seine neue Amtszeit freut sich auch der wiedergewählte Ulrich Winkler, seit 29 Jahren Pfarrer in Hergiswil. 2017 wurde die Orgel seiner Kirche umgebaut und ertönt nun in neuem Glanz. Die Umbaukosten betrugen rund 32'000 Franken.

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