Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Klassikreihe im Chäslager: Durch alle Jahreszeiten

Im Chäslager Stans begeisterten Praxedis Geneviève Hug und ihre Mutter Praxedis Hug-Rütti mit Piano und Harfe. Sie spielten am vergangenen Freitag Werke, deren Entstehung mehr als 200 Jahre auseinander liegt.
Praxedis Geneviève Hug (Klavier) mit ihrer Mutter Praxedis Hug-Rütti (Harfe) als Duo Praxedis im Chäslager in Stans. (Bild: Markus Frömml, 2. November 2018)

Praxedis Geneviève Hug (Klavier) mit ihrer Mutter Praxedis Hug-Rütti (Harfe) als Duo Praxedis im Chäslager in Stans. (Bild: Markus Frömml, 2. November 2018)

Unter dem Motto «Seasons» musizierten die Pianistin Praxedis Geneviève Hug und ihre Mutter, die Harfenistin Praxedis Hug-Rütti, Schwester des bekannten Zuger Komponisten, Pianisten und Organisten Carl Rütti, am vergangenen Freitagabend in der Klassikreihe des Chäslagers. Das Duo stellte «Die Vier Jahreszeiten» von Antonio Vivaldi den als Tangosuite vertonten «Estaciones Porteñas» (Vier Jahreszeiten) von Astor Piazzolla gegenüber. Die Entstehungszeit der beiden Werke liegt mehr als 200 Jahre auseinander, was eine kontrastreiche und interessante Abwechslung erzeugte.

Bei Vivaldis «Jahreszeiten» handelt es sich um vier dreisätzige Violinkonzerte, die das Duo selbst für ihre beiden Instrumente arrangiert hatte. Im ersten Teil des Konzerts vermochten vor allem Piazzollas Jahreszeiten das Publikum zu fesseln, wie es in einer Mitteilung des Chäslagers heisst.

Vivaldis Frühling machte den Anfang

Mit Vivaldis Frühling beginnend, führte die Pianistin das Publikum in ihren Ansagen gekonnt durch den Abend. Einen besonderen Moment des Konzerts stellte die Aufführung von Carl Rüttis «Pastorale» dar, das im Anschluss an den Sommer erklang. Hier ergänzten sich die beiden Instrumente, traten in Dialoge und griffen klanglich ineinander. Rütti schrieb über sein Pastorale: «Die Klangfarben der Harfe eignen sich besonders gut, Natur in Klang umzusetzen: Harfenglissandi klingen wie Farnkraut oder wie eine auffliegende Wildtaube, Flageolets wie Tautropfen.»

Waren es zu Beginn ruhige Klangmalereien, steigerte sich das Werk in einen wilden Tanz, der auch eingeflochtene Zitate aus J. S. Bachs Orgelpastorale, Scarlattis «Pastorale» aus der Sonate in F-Dur und Händels «Er weidet seine Herde» aus dem Messias enthielt und die Zuhörer mitriss, wie es im Schreiben weiter heisst.

Hunde bellten und Gewehre knallten

Nach der Pause folgte Vivaldis Herbst. Winde, Stürme, Bauerntänze, Jagd mit Hundebellen und Gewehrschüssen lieferten dem Kopfkino des Publikums viel Stoff. Vivaldis Winter mit seinen monotonen und dissonanten Staccati spielte das Duo elegant und die klirrende Kälte wurde trotz warmer Saaltemperatur spürbar. Als Zugabe erklang der noch ausstehende Winter aus Piazzollas Werk. Wie aus entrückter Ferne verhallte diese bezaubernde Sphärenmusik und entliess die Zuhörer zart in die dunkle Nacht hinaus. (pd/rbu)

Nächstes Chäslager-Klassik-Konzert: 16. November, 20 Uhr. Liederabend mit Texten «1918! 100 Jahre Landesstreik». Einführung: Regula Odermatt-Bürgi, Stephanie Bühlmann (Sopran), Elisabeth Studer (Mezzosopran), Raimund Wiederkehr (Pianist und Tenor).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.