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Klaus I. wird neuer Frohsinnvater

Der Dallenwiler Dachdecker Klaus Odermatt und seine Frau Beatrice wurden an der Generalversammlung der Frohsinngesellschaft Stans als neues Frohsinnpaar vorgestellt.
Der Dallenwiler Dachdecker Klaus und Beatrice Odermatt sind das neue Frohsinnpaar. (Bild: Richard Greuter / Neue NZ)

Der Dallenwiler Dachdecker Klaus und Beatrice Odermatt sind das neue Frohsinnpaar. (Bild: Richard Greuter / Neue NZ)

Doch davor machten es Präsident Niklaus Minder und der bisherige Frohsinnvater Sepp Durrer (Happy-Seppi) recht spannend und legten einige falsche Fährten. Dabei vermochte auch der Titel «Blueme» des Jodlerklubs Wiesenberg, welches als sein Lieblingslied angegeben wurde, keine Klarheit zu schaffen. Schliesslich wohnt ja der Lead-Sänger dieser Coverversion in Stans.

Freude auf närrische Zeiten

Auch der Wunsch des bisherigen Frohsinnvaters, keinen Politiker, sondern aus Ehrfurcht vor dem Amt ein klassisches Paar aus einem Dorf zu wählen, welches schon länger keinen Frohsinnvater mehr stellte, war wenig aufschlussreich. Schliesslich mussten sie das Geheimnis lüften, und ein strahlend winkender Klaus I. zeigte sich den Frohsinnlern. «Als ich vor zehn Jahren in den Landrat gewählt wurde, freute ich mich», so der neue Frohsinnvater. «Allerdings war ich damals einer von 60, heute bin ich allein, und Frohsinnvater ist ohnehin nützlicher als Ratsherr.» Als Motto wählte der bekannte Theatermann «Guet Nacht am sächsi!». Womit klar ist: Der kommenden Fasnacht steht nichts mehr im Wege. Jedenfalls freut sich Vizepräsident Peter Niederberger auf närrische Zeiten und hofft auf einen reibungslosen Ablauf. Auch der ehemalige Frohsinnpräsident Ruedi Lussi kann die Fasnacht kaum mehr erwarten. Kürzlich wurde er zum Zulu-Vater der gleichnamigen Fasnachtsgruppe gewählt.

Verbale Orangenschlacht

Während der Versammlung moderierte Happy-Seppi eine Modeschau und machte einen Rückblick über sein Amtsjahr. Dabei geizte er nicht mit Seitenhieben an die Adresse der Beggozunft Beckenried. Anscheinend waren die Beckenrieder Orangen wesentlich kleiner als diejenigen, die in Stans verteilt wurden. Als erdrückenden Tatbeweis lieferte Durrer ein Bild. Im Weiteren äusserte er sich auch über die Tanne, die dem Beckenrieder Zunftmeister Fredy Odermatt gestellt wurde, und meinte abschätzig: «Schaut euch diese Grotze an.» Doch die Beckenrieder Beggozunft, die mit einer Delegation anwesend war, liess die Sache nicht auf sich sitzen. «Als du nach Haus kamst, war es immer dunkel, und du dachtest, du hättest einen grossen Baum», konterte Zunftmeister Fredy I. und erhielt Schützenhilfe von Mädi Murer, der Happy-Seppi kurzerhand ein «Mädikament» verschreiben wollte. Zudem versicherten die Beckenrieder, dass sie mit kleineren Orangen eine grössere Anzahl Umzugsbesucher glücklich machen können. Und doch: Ein Funken Wahrheit an der Tannengeschichte musste stimmen. «Ich hatte schon, als ich noch Frohsinnvater war, Mitleid mit Mädi Murer wegen seiner etwas kurzen Tanne», bestätigte der ehemalige Frohsinnvater Thomas Niedermann. Schlichtende Worte kamen schliesslich von Ernst Gabriel. «So ein humorvoller Schlagabtausch findet immer statt», erläuterte der Zunftmeister aus Ennetbürgen, der vermutlich froh war, dass es die Beckenrieder traf.

Noch gerne ein Jahr angefügt

Getreu seinem Motto «Glanz und Gloria» wählte die Frohsinngesellschaft Sepp Durrer mit einer Standing Ovation zum Ehrenmitglied. «Du hast uns durch ein strenges Fasnachtsjahr geführt», lobte Niklaus Minder, der es bestens verstand, die Symbiose aus fasnächtlichem Humor und statuarischem Ernst in Einklang zu bringen.

Frohsinnmutter Judith Wicki hätte durchaus noch ein Jahr angehängt. «Sie haben immer sehr gut zu uns geschaut», meinte sie und fügte an: «Ich freue mich aber, dass wir wieder unbelastet an die Fasnacht können.» Zeremonienmeister Thaddäus Kupferschmid, der das scheidende Frohsinnpaar bei all seinen Auftritten begleitete, wird neuer Fähnrich. Markus Wicki schnupperte schon länger Frohsinnluft. An der Generalversammlung wurde er nun zum neuen Aktuar gewählt. Die Kasse von Markus Felber weist einen Überschuss von rund 18 000 Franken auf. Budgetiert war eine Null. Die Restaurierung der Herrschaftskutsche im Umfang von 10 000 Franken wurde auf das nächste Jahr verschoben. Eine Statutenänderung erlaubt es der Frohsinngesellschaft, den Vorstand von bisher 11 auf neu 15 Mitglieder aufzustocken. Somit können die Vorstandsanwärter Martin Schmitter und Hubert Durrer im nächsten Jahr mit der Wahl in den Vorstand rechnen.

Richard Greuter

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