KLEWENALP: «Chnorz» in Wind und Nebel

Neuschnee und schlechtes Wetter machten dem OK fast einen Strich durch die Rechnung. Dank Flexibilität wurde «Chnorzmorx» doch noch zum Erfolg.

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Lars Windlin (vorne) gewann zeitgleich... (Bild: PD/Fabian Enz)

Lars Windlin (vorne) gewann zeitgleich... (Bild: PD/Fabian Enz)

awa. Es war wie verhext. Zwei Tage vor dem Anlass machte sich auf der Klewenalp dichter Nebel breit und verunmöglichte den Heli-Transport des unerlässlichen Rettungsschlittens auf den Glattigrat. Zusätzlich fiel eine grosse Menge Neuschnee, was jedoch das kleinere Übel war. Innerhalb des knappen Zeitfensters am Samstagmorgen konnten noch Lawinensprengungen vorgenommen werden. So war die Sicherheit für die Teilnehmer des Freeride-Events gewährleistet, und die Renn­strecke konnte freigegeben werden. Genauer gesagt: ein Teil der Rennstrecke.

Änderung der Streckenführung

Vor die Tatsache gestellt, dass unter diesen miesen Wetterbedingungen keine Heli-Flüge möglich waren, musste das OK nämlich kurzfristig Plan B aus der Schublade holen und eine Streckenkürzung vornehmen. Statt bis auf den Glattigrat sollte das Rennen «nur» bis zum Scheidegg-Sätteli führen. «Die Sicherheit hatte für uns immer oberste Priorität, und ein Start vom ‹Glatti› ohne die nötigen Sicherheitsvorkehrungen wäre für uns verantwortungslos gewesen», erklärt Rennleiter Benno Käslin diesen Entscheid.

Helfer vom Winde verweht

Trotz organisatorischer Änderungen konnte sich das OK ganz und gar auf seine 20 Helfer verlassen. Obwohl ihnen der eisige Wind fast die Seelen aus dem Körper blies und die Teebecher auf den Tischgarnituren anfroren, blieben sie standhaft und garantierten so einen reibungslosen Rennablauf. Die startenden 28 Sportler, darunter drei Frauen, wussten dies zu schätzen. Sie zeigten sich begeistert von der Idee, der Durchführung und der tollen Stimmung an der Premiere des Touren- und Freeride-Rennens «Chnorzmorx». Während einige das Rennen gemütlich angingen, holten die Ehrgeizigen die letzten Kraftreserven aus sich heraus. Die rasante Abfahrt im Pulverschnee entschädigte dann alle Sportler für die Anstrengungen, und die Gewinner konnten sich zusätzlich über schöne Naturalgaben freuen. Nach bestandener Feuertaufe und viel Lob ist sich das OK einig: Trotz «Chnorz» und «Morx» in Bezug auf das Wetter steht einer erneuten Durchführung am 11. Februar 2017 nichts im Wege.

Aus der Rangliste

Kategorie «The Machine»: 1. Fabian Langenstein und Lars Windlin, 3. Marco Tresch. Kategorie «The Freerider»: 1. Philipp Wyrsch, 2. Jonas Amstad, 3. Alex Denier.

.. mit Fabian Langenstein das Rennen «The Machine». (Bild: PD/Fabian Enz)

.. mit Fabian Langenstein das Rennen «The Machine». (Bild: PD/Fabian Enz)