Klimagruppe Nidwalden organisiert eine stille Klimademo in Stans

Die Initianten fordern mit der Demonstration dazu auf, nach der Coronakrise nicht zur Normalität zurückzukehren, sondern nachhaltiger zu leben. Der Demonstrationszug wird am Winkelried-Denkmal beginnen.

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(sok) In Stans wird am Samstag für mehr Klimaschutz demonstriert. Nach der Schuhdemonstration im vergangenen Mai werde heuer wieder eine richtige Demonstration möglich sein, heisst es in einer Medienmitteilung der Klimagruppe Nidwalden.

Annina Rohrer, Mitglied der Klimagruppe Nidwalden, an der Schuhdemonstration in Stans.

Annina Rohrer, Mitglied der Klimagruppe Nidwalden, an der Schuhdemonstration in Stans.

Bild: Florian Pfister (Stans, 15. Mai 2020)

Die Demonstration soll zeigen, dass auch ohne Covid-19 eine Krisensituation bestehe. Die Chance solle ergriffen werden, um Wirtschaft und Lebensweise nachhaltiger zu gestalten, anstatt zurück zur Normalität zu gehen. Denn die Normalität sei die globale Klimakrise.

«Die letzten Monate haben gezeigt, wozu wir als Gesellschaft fähig sind. Dasselbe Engagement muss jetzt für den Klimaschutz gezeigt werden», wird Marco Gabriel, Mitglied der Klimagruppe Nidwalden, in der Mitteilung zitiert.

Schilder sollen für sich sprechen

Um 9.15 Uhr werden sich die Demonstranten vor dem Winkelried-Denkmal besammeln. Anschliessend wird ein stiller Umzug durch das Dorf führen, die Protestschilder sollen für sich sprechen. Zu den Forderungen der Demonstranten gehört, dass nicht einfach eine Rückkehr zur Normalität stattfinde, da diese die globale Klimakrise sei. Zudem solle künftig auch mehr auf die Wissenschaft gehört werden.

Auch zum nationalen CO2-Gesetz bestehen bei der Klimagruppe Nidwalden klare Vorstellungen. Annina Rohrer sagt dazu: «Dieses Gesetz ist sicherlich besser, als das, welches im Jahr 2018 versenkt wurde. Jedoch ist es immer noch völlig ungenügend. Die Ziele des Pariser Klimaabkommens werden damit nicht erreicht. Und es ist wichtig, dass wir Druck machen für Verbesserungen.» Und zwar nicht nur in Bern, sondern in allen Kantonen.