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Knirpse machen an der Iheimisch feinen Bergkäse

Am Schaukäserei-Stand von Armin Röllin darf selber Hand anlegen, wer sich in der Käseproduktion versuchen will. Die Naturspielgruppe liess sich das nicht entgehen.
Der vierjährige Maurin Erni versucht sich im Handwerk des Käsers. Im Hintergrund (von links): Priska Niederberger, Schaukäser Armin Röllin und Lydia Barmettler. (Bild: Richard Greuter, Buochs, 31. Mai 2019)

Der vierjährige Maurin Erni versucht sich im Handwerk des Käsers. Im Hintergrund (von links): Priska Niederberger, Schaukäser Armin Röllin und Lydia Barmettler. (Bild: Richard Greuter, Buochs, 31. Mai 2019)

Es ist nicht so einfach, Besucher an einen Stand zu locken. Viele laufen vorbei, degustieren etwas oder füllen irgendwo einen Wettbewerb aus. Bei der Schaukäserei von Armin Röllin zeigt sich vor allem das jüngere Publikum. Zweimal pro Tag produziert Röllin von der Käserei Langentannen ob Buochs Nidwaldner Bergkäse. Die Milch ist von Kühen aus dem Tier-Zelt, wo sie wie in ihrem Heimstall zweimal täglich gemolken werden. Für Armin Röllin, der erstmals eine Schaukäserei betreibt, ist dies eine Gelegenheit, auf den Mangel an Nachwuchs aufmerksam zu machen. Das ist ganz im Sinne von Mirjam Birrer Geschäftsführerin des Trägervereins Cheese-Festival, wo Armin Röllin auch schon eine Auszeichnung erhalten hat: «Die Schaukäserei zeigt sehr schön das Handwerk des Käsens.»

Derweil drängen die Mädchen und Buben von der Naturspielgruppe an das Käsekessi. Alle wollen hautnah miterleben, wie ein Käse entsteht. Milchtechnologe-Lehrling Lukas Rempler zeigt ihnen die Schritte bis zum fertigen Bergkäse. Dabei gibts auch Gelegenheit, selber Hand anzulegen und die Milch mit einer Kelle aufzurühren.

Der Käser jodelt auch bei der Arbeit

Dies lässt sich der vierjährige Maurin Erni nicht nehmen und packt eifrig zu. Auf die Frage, ob er einmal Käser werden wolle, weiss er verständlicherweise keine Antwort. Priska Niederberger, die die 12 Kinder von der Naturspielgruppe zusammen mit Lydia Barmettler betreut, meint: «Zuerst müssen sie das Füttern der Tiere lernen.» Nachdem die Milch eingedickt ist, erhält jedes Kind einen kleinen Becher mit Molke. Still im Hintergrund beobachtet der 37-jährige Armin Röllin das Geschehen. Vielen ist der Bergkäser als singender Käser bekannt. Seit 15 Jahren wirkt er beim Jodelklub Heimelig Buochs als 2. Tenor mit. So kann es vorkommen, dass man den Käser auch während der Arbeit jodeln hört.

Seit Anfang 2018 führt er die Bergkäserei Langentannen. Auf seinem Betrieb entstehen Sbrinz, Nidwaldner- und Langentannen-Bergkäse. Ein Geheimtipp sind seine Fondue-, Älplermagronen- und Käsekuchen-Mischungen. Gegründet wurde die Käserei 1963 von seinem Grossvater Walter Röllin.

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