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KOCHBAUPIONIERSAPPEURSANITÄT: Stellungspflichtige schnuppern Militärluft

Ein erstes Mal richtig mit der Armee in Kontakt treten: Das müssen oder dürfen momentan knapp 200 Nidwaldner. Am Orientierungstag werden ihnen Tipps mitgegeben, wie sie etwa bei der Rekrutierung besser abschneiden können.
Ruedi Wechsler
«Richtung meine Hand», heisst es hier am Orientierungstag wohl. (Bild: Daniel Bissig (Oberdorf, 2. Mai 2018))

«Richtung meine Hand», heisst es hier am Orientierungstag wohl. (Bild: Daniel Bissig (Oberdorf, 2. Mai 2018))

Ruedi Wechsler

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Alle stellungspflichtigen Nidwaldner des Jahrgangs 2000 müssen in diesen Tagen auf dem Waffenplatz in Oberdorf aufkreuzen – die Orientierungstage der Armee stehen an. Das Kreiskommando des Kantons, unter der Führung von Kreiskommandant Theo Küchler, zog in den ersten Tagen alle Register und präsentierte den 194 jungen Männern und 12 interessierten Nidwaldnerinnen ein umfassendes Programm.

Vier Moderatoren, darunter auch Marco Weber, Kommandant der Zivilschutzorganisation Nidwalden, informierten in Gruppenräumen die Stellungspflichtigen über sämtliche Truppengattungen, den Zivilschutz, den Zivildienst, den Sporttest und die Rekrutierung. Die Moderatoren entfachten das Interesse der Jugendlichen und die kurzen Theorieblöcke, kombiniert mit der Besichtigung des Fahrzeugparkes, liessen kaum Langeweile zu. Erstaunt zeigten sich die künftigen Stellungspflichtigen über die Materialausstellung mit den persönlichen Kleidern und Ausrüstungen. Beim Sporttest-Parcours bekamen sie erste Tipps, woran vor der Rekrutierung sportlich noch gefeilt werden könnte. Auch der Einblick in ein Kasernenschlafzimmer durfte nicht fehlen.

«Wichtigster Tag» in der Armee

Ständerat Hans Wicki war ebenfalls zugegen. Er erachtet den Orientierungstag für die Teilnehmer als den wichtigsten Tag in der Armee. «Hier entscheidet sich die Beziehung zum Staat und zur Armee. Wenn man bei einem Jobwechsel in ein Unternehmen gelangt und nicht herzlich empfangen wird, ist ein Scheitern vorprogrammiert.» Kreiskommandant Theo Küchler spricht von einer «heilen Welt», was die Jugend im Kanton Nidwalden angeht. «Im Austausch mit andern Kreiskommandanten wird mir bestätigt, dass wir Probleme der anderen Kantone nicht haben. Wir sind ein geerdeter Kanton, wo die Armee mit Waffenplatz verankert ist. Hans Wicki erklärt sich das mit der Kleinräumlichkeit des Kantons. «Das Familiäre prägt und verhindert eine gewisse Anonymität. Die Drogenproblematik und Jugendkriminalität sind in unserem Kanton praktisch inexistent».

Das schlägt sich auch auf die Zahlen aus: 2017 lag Nidwalden in der Diensttauglichkeit mit 83,3 Prozent schweizweit an erster Stelle. Im vergangenen Jahr belegte der Kanton zudem auch in der Sportpunkteliste bei der Rekrutierung den ersten Rang.

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