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Köpfe hinter den «Grinden»

Prächtige Masken waren rund um die Umzüge und Fasnachtsanlässe in Ob- und Nidwalden anzutreffen. Doch wer steckt hinter den «Grinden»?
Chiara Fankhauser (13, links) und Claudia Fankhauser (42). (Bild: Geri Wyss / Neue NZ)

Chiara Fankhauser (13, links) und Claudia Fankhauser (42). (Bild: Geri Wyss / Neue NZ)

Zwei unzertrennliche Hexen

Fanny von Ah (links) aus Giswil und Carmen Emmenegger, früher in Giswil, heute in Ennetbürgen wohnhaft, sind leidenschaftliche Fasnächtlerinnen und gehören zu den wilden Melchaa-Tobel-Häxä. Gfürchig sehen die beiden unzertrennlichen Hexen aus, wenn sie ihre Masken tragen und auf den Besen durch die Gegend bis zur Höhle im Melchaa-Tobel fliegen. «Äs macht eifach Spass und Freid», meint Fanny, seit 15 Jahren eine Fasnachtshexe. – Und ohne Häxägwand und Maske? «Sind wir beide ganz liebe und brave Frauen», antwortet Carmen. Für einmal trieben es die Melchaa-Tobel-Häxä auch am Fasnachtsumzug überhaupt nicht wild: «Eifach brav und artig dahockä und lismä, hägglä oder läsa»: Das «isch s wahrä Häxä-Läbä», war im Umzugsprogramm zu lesen.

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Heavy Metal gibt den Ton an

Marco Geering (40) (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)

Marco Geering (40) (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)

Marco Geering (40) aus Stans erklärt, seine Maske stelle Eddie von der Heavy-Metal-Band Iron Maiden vom Album «Trooper» dar. Warum gerade dieses ausgefallene Sujet? «In unserer Fasnachtsgruppe Jä-Ja ’92, die schon seit über zwanzig Jahren aus ehemaligen Guuggenmusig-Mitgliedern besteht, hats einige alte Heavy-Metal-Fans. Und die überzeugten uns, die diesjährige Stanser Fasnacht als Heavy-Metal-Band zu rocken. Grundsätzlich sind wir für alle Themenvorschläge offen.

An der Generalversammlung im November wählen wir jeweils aus den rund 50 Vorschlägen unser Sujet aus. Rund 20 Stunden investierten wir total ins Fertigen der diesjährigen Masken. An der Stanser Fasnacht schätze ich, dass man mit den Kollegen eine intensive, ungezwungene Zeit verbringen kann. Gestartet werden die närrischen Tage jeweils am Schmutzigen Donnerstag um vier Uhr in der Früh. Nach Luzern ziehts uns höchstens am Montag, während der übrigen Zeit bleiben wir dem Nidwaldner Hauptort fasnächtlich treu.»

Das Ehepaar Obama im Unterwaldner Land

Kuno Scheuber (49) und Peter Bünter (48) (Bild: Adrian Venetz / Neue NZ)

Kuno Scheuber (49) und Peter Bünter (48) (Bild: Adrian Venetz / Neue NZ)

map. Sie winkten am Freitag auf dem Poster in unserer Nidwaldner Ausgabe: Kuno Scheuber (49) aus Buochs als Barack Obama und Peter Bünter (48) aus Ennetmoos als Michelle. «Wir kennen uns schon seit Kindsbeinen, waren zwanzig Jahre lang zusammen in einer Guuggenmusig. Seit rund fünfzehn Jahren gehen wir immer mit einer «Paar»-Nummer an die Fasnacht – sei als Max und Moritz, als Boxer-Duo oder als Zwerge. Wir haben bestimmt schon fünfzehn Sujets gebastelt. Das Obama-Paar war eigentlich eine Verlegenheitslösung. Wir dachten zuerst an eine sportlichere Nummer, davon mussten wir aber absehen, weil Peter Bünter im Moment am Bein nicht so fit ist.

Von den Reaktionen waren wir völlig überwältigt. Egal ob an der Fasnacht in Stans oder Luzern: Wir zogen die ganze Aufmerksamkeit auf uns. Alle wollten mit uns aufs Foto. Eine Idee mit jemandem umsetzen und neue Leute kennen lernen: Das macht für uns die Faszination Fasnacht aus. Wenn die Fasnacht in der Innerschweiz zu Ende ist, gehen wir mit unserem Sujet noch an die Basler Fasnacht.»

«Hanswurst» fasziniert Kinder

Fredi Odermatt (71) (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)

Fredi Odermatt (71) (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)

Fredy Odermatt (71), Stans, erzählt zu seinem Sujet: «Am Schmutzigen Donnerstag war ich als Hanswurst unterwegs. Das Sujet gab viel Arbeit, aber mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Die Maske und das Kleid kommen in komplementären, sprich gegensätzlichen Farben daher. Rot und Grün sind die dominanten Farben der Maske. Zum Basteln verwendete ich Material, das ich bereits in meiner Werkstatt hatte. Eine grosse Herausforderung war für mich das Mechanische, um Auge und Mund bewegen zu können. Doch die Arbeit lohnte sich. Die Kinder kamen am Umzug aus dem Staunen nicht mehr heraus, von überall her schallte mir Applaus entgegen. Im Restaurant musste ich die Maske wieder und wieder zeigen. An die Fasnacht gehe ich jedes Jahr, seit ich etwa 15 Jahre alt bin. Und meistens mit einer speziellen Maske. Für die nächste Fasnacht machte ich mir noch keine Gedanken, aber wenn es sich ergibt, bastle ich ein politisches Sujet.»

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Yoda aus Star Wars im Doppelpack

Chiara Fankhauser (13, links) und Claudia Fankhauser (42). (Bild: Geri Wyss / Neue NZ)

Chiara Fankhauser (13, links) und Claudia Fankhauser (42). (Bild: Geri Wyss / Neue NZ)

Yoda, eine Figur aus der Filmreihe «Krieg der Sterne», gibt einen schönen Grind her. Das bewies Chiara Fankhauser (13, aus Giswil) mit ihrer Mutter Claudia (42) an dieser Fasnacht. «Wir waren länger auf der Suche nach einer schönen Maske», erzählt Claudia Fankhauser. Dazu haben die beiden auch ein Inserat geschaltet. «Daraufhin haben wir einen Anruf von jemandem erhalten, der uns einen Tipp gegeben hat.» Mutter und Tochter konnten dann die Yoda-Masken von einer Guuggenmusig aus dem Kanton Luzern kaufen. So waren die Yoda unter anderem am Kinderumzug in Sarnen zu sehen. Auch in Luzern waren Chiara und Claudia Fankhauser unterwegs.

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Fanny von Ah (links) und Carmen Emmenegger (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Fanny von Ah (links) und Carmen Emmenegger (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

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